Web-Framework Hop mit neuen Programmierschnittstellen
25.09.2007
Hop, eine Programmiersprache für Webanwendungen samt Laufzeitumgebung, ist in Version 1.7.0 erschienen.
Die Entwickler bezeichnen die neue Version als Major Release. Sie führt zahlreiche neue Programmierschnittstellen ein, unter anderem ein Audio-API. Daneben laufe die Kommunikation zwischen Server und Client nun schneller ab. Geschwindigkeitsgewinn soll es ebenfalls bei der Dateiübertragung per WebDAV geben.
Hop, nicht zu verwechseln mit dem Helma Object Publisher, der sich gleich abkürzt, stammt von einem Team am staatlichen französischen Informatik-Institut INRIA. Die GPL-Software dient der Entwicklung von Webanwendungen mit grafischer Oberfläche, die sich an Desktopanwendungen anlehnen, beispielsweise Terminkalender, Fotoalben oder Mediaplayer. Hop stellt Widgets zur Verfügung, besitzt eine Bibliothek für die Datenbankanbindung und kann mit Protokollen wie IMAP und Formaten wie ICal, EXIF oder ID3 umgehen.

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Bereits die Demo-Anwendung auf der Hop-Homepage gibt sich als grafischer Desktop mit Fenstern.
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Die Macher von Hop betrachten die Darstellungsfunktionen des Browsers als GUI-Toolkit und behaupten, Hop verhalte sich zu den Web-Technologien HTML, Javascript und CSS wie eine Hochsprache zu Assembler. Hop-Anwendungen führen die Programmlogik auf dem Server aus, die GUI auf dem Web-Browser als Client. Nach Angaben der Entwickler sind von Hop generierte Webseiten W3C- und ECMA-konform und funktionieren daher mit allen aktuellen Browsern.
Die Hop-Syntax erinnert an eine Mischung von HTML/XML mit Funktionsaufrufen und der in Lisp üblichen tiefen Verschachtelung. Eine Einführung in die Sprache gibt ein Aufsatz auf der Projekt-Homepage.
Hop 1.7.0 steht unter GPL zum Download zur Verfügung. Die Entwickler empfehlen, den Hop-Server selbst zu übersetzen, wozu neben GNU Make der Compiler Bigloo, ebenfalls ein INRIA-Projekt, notwendig ist.
(Mathias Huber)
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