Open Source im professionellen Einsatz

Wayland-Support für Kwin rückt näher

25.03.2015

KDE- und Kwin-Entwickler Martin Gräßlin berichtet in seinem Blog über die Neuerungen für Kwin 5.3. Der Support für Rootless Xwayland sei ein weiterer Schritt auf dem Weg, Wayland-Clients zu handhaben.

134

Der nötige Code dazu stecke bereits in der künftigen Version 5.3, schreibt Gräßlin, die Integration werde aber erst in Plasma 5.4 erfolgen. Konkret sei "kwin_wayland" in der Lage, einen Wayland-Server zu starten, mit dem sich aber normale Anwendungen, abgesehen von Xwayland, nicht verbinden können. Wie ein Nutzer das selbst ausprobieren kann, erklärt der Blogeintrag auch gleich.

Daneben arbeitet der Entwickler an einem besseren Support für Nested Compositors. Bislang müsse man Weston starten, um "kwin_wayland" zu testen. Daher überlege er, ein neues Backend zu entwickeln, das über den Open-GL- oder Qpainter-Compositor in X11-Fenster rendere. Das soll ähnlich wie bei Weston funktionieren, der sich in X11 einbetten lasse. Das neue Backend soll es zudem vereinfachen, weitere Backends zu integrieren, etwa Framebuffer oder DRM/KMS.

Ähnliche Artikel

  • Wayland und Mir

    Das X-Window-System aus den 1980er Jahren bildet nach wie vor die Basis der grafischen Benutzeroberfläche unter Linux. Beim Umgang damit verzweifeln Entwickler aber an Altlasten und unzeitgemäßer Technologie. Mit Wayland und Mir streben nun gleich zwei vielversprechende Alternativen den Wachwechsel an.

  • Libre Office mit Wayland-Support

    Libre Office läuft mittlerweile zu großen Teil unter Wayland, schreibt Caolán McNamara in seinem Blog.

  • KDE zeigt Plasma 5 in Wayland-Sitzung

    In relativ kurzer Zeit ist es den KDE-Entwicklern gelungen, beeindruckende Ergebnisse mit der Plasmashell unter Wayland zu erbringen. Das zeigt eine aktuelle Tech-Demo des noch sehr experimentellen Codes.

  • Wayland und Weston in Version 1.4

    Weston bringt die meisten Änderungen mit, darunter verbesserter Touch-Support und einen modularen GL-Renderer, der sich zur Laufzeit laden lässt.

  • Wayland und Qt

    Der neue Displayserver Wayland unterschreibt gerade Dauermietverträge bei vielen Linux-Distributionen. Das wirkt sich auf die dort laufenden grafischen Anwendungen aus. Kwin-Entwickler Martin Gräßlin erklärt, wie Qt-Entwickler ihre Programme auch mit Wayland und Xwayland betreiben.

comments powered by Disqus

Ausgabe 11/2017

Digitale Ausgabe: Preis € 6,40
(inkl. 19% MwSt.)

Stellenmarkt

Artikelserien und interessante Workshops aus dem Magazin können Sie hier als Bundle erwerben.