Open Source im professionellen Einsatz

Vorschläge für Debian 10

19.06.2017

Der noch recht frisch gewählte Debian Project Leader Chris Lamb beschreitet ungewöhnliche Wege und befragt die User auf der bekannten Hacker-Webseite Hackernews nach ihren Wünschen für Debian 10 (Codename "Buster").

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Wenn Debian sich in Zukunft mehr öffnen möchte, ist der von Lamb gewählte Weg sicherlich richtig. Die Antworten aus seine Hackernews-Anfrage legen nahe, dass die Verbesserungswünsche vor allem die Zugänglichkeit des Projekts betreffen, und sie ermöglichen zugleich einen Blick auf die Perspektive von Außenstehenden auf das Debian-Ökosystem.

Ein Blick auf die beliebtesten Antworten zeigt, dass vor allem das einfache Bauen lokaler Debian-Pakete zu den großen Wünschen der Entwickler gehört, die die Start-up-Webseite regelmäßig frequentieren. Der User müsse dabei stets verschiedene Dateien im Auge behalten und diverse Tools einbeziehen, das alles funktioniere in Arch wesentlich einfacher.

Ein weiterer Wunsch: Debian soll das Mitmachen vereinfachen. Mailinglisten seien kein guter Weg, um Diskussionen zu führen, kryptische E-Mail-Kommandos schrecken einige Entwickler offenbar auch ab. Zudem gebe es zahlreiche unterschiedliche Kommunikationswege, die nicht gut miteinander verzahnt seien. Auch die Dokumentation ist ein Thema. Hier fordert ein User, veraltete Seiten konsequenter zu entfernen oder zu markieren. Das könne passieren, indem User Anmerkungen anbringen und bestimmte Passagen als veraltet markieren können. Das gelte insbesondere für den Installationsprozess.

Interessant sind die Antworten womöglich auch vor dem Hintergrund, dass im August in Montreal die Debconf 2017 stattfinden soll, auf der die Entwickler dann unter anderem die Features für die nächste Debian-Version planen.

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