Vorschau: Linuxtag 2009 mit Xen, Fedora und Tutorien
27.05.2009
Das Programm des Linuxtags 2009 vom 24. bis 27. Juni in Berlin steht kurz vor der Veröffentlichung. Zu den Themen zählen Virtualisierung mit Xen, Mobil- und Embedded-Entwicklung sowie der Einsatz von Open Source in Behörden. Offiziell ist das Programm noch nicht veröffentlicht, kurzfristige Änderungen sind daher möglich.
Zu den Keynote-Sprechern gehört Mathias Ettrich von Qt Software und dem KDE-Projekt. Er beschäftigt sich mit der Entwicklung von Benutzeroberflächen für Mobiltelefone und bezieht dabei HTML5, Flash/Flex, Silverlight und Nokia-Kinetik mit ein. Eine weitere Keynote stammt vom Glibc-Maintainer Ulrich Drepper, der bei Red Hat angestellt ist. Er versucht in seinem Vortrag, bei Programmierern wieder mehr Sensibilität für die Hardware, genauer, für die Speicherverwaltung zu wecken. Am Samstag, der sich an Endanwender richtet, erklärt der Linux-Bestseller-Autor Michael Kofler, wie man einen eigenen Root-Server unter Ubuntu betreibt.
Im Rahmen des Linuxtags 2009 findet auch die Konferenz Xen Directions Europe statt. Über die Virtualisierungstechnologie sprechen Vertreter des Xen-Projekts und dessen Eigentümers Citrix sowie große Anwender. Die Chip-Firmen Intel und AMD entsenden ebenfalls Sprecher, beispielsweise kommt Chris Schläger von AMD in Dresden.
Im Business- und Behördenkongress gibt es unter anderem einen Erfahrungsbericht zu 5 Jahren Linux-Einführung bei der Stadt München. Weitere Tracks widmen sich Speichern und Netzen, Hochverfügbarkeit, Businessprozessen, den Projekten Opensuse, KDE und LXDE sowie dem Trend-Thema Netbooks. Freie Software in Schule und Bildung steht ebenso auf der Tagesordnung. Im Embedded-Track geht es unter anderem um das Beagleboard mit OMAP-Prozessor, über das Oliver Frommel in seinem Blog berichtet.
Daneben gibt es auf dem Linuxtag kostenpflichtige Tutorien, Messestände von Firmen und Projekten, Prüfungen zu LPI und Typo3 sowie in unmittelbarer Nachbarschaft die erste dreitägige FUDCon in Europa, die Konferenz der Fedora-Community. Aktuelle Informationen stellen die Veranstalter fortlaufend auf der Linuxtag-Homepage bereit.
(Mathias Huber)
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