Open Source im professionellen Einsatz

Version 1.0.0 von Zero Tier One verbessert Nat- und Multicast-Support und unterstützt Raspbi und Co.

31.10.2014

Mit Zero Tier One lassen sich unabhängig von Anbietern wie EC2, Vultr, Azure oder Digital Ocean globale Virtual Private Networks (VPN) aufbauen, die auf P2P-Basis laufen. Jetzt haben die Anbieter Version 1.0.0 veröffentlicht.

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Zu den als neu vorgestellten Features der Version 1.0.0 von Zero Tier One gehören schnellere und vereinfachte Multicast-Algorithmen. Normale Peers müssen Multicast-Announcements nicht mehr unterstützen, was sich positiv auf die Performance von mobilen Clients auswirke. Diese bringen naturgemäß weniger Bandbreite mit und müssen besonders auf den Energieverbrauch achten.
Der Algorithmus sei besser konfigurierbar, arbeite mit weniger Verzögerung und zielgerichteter. Während SDN-Anwendungen und Network Overlays davon profitieren, benachteilige die neue Multicast-Engine aufgrund von dupliziertem Traffic solche Clients, die sich am selben Ort befinden.
Version 1.0.0 führt zudem einen eingeschränkten Support für Port Number Prediction ein und erhöht so die Nat-Traversal-Fähigkeiten für symmetrische Network Address Translation. Weil dadurch mehr User direkte Peer-to-Peer-Verbindungen im Netzwerk aufbauen, verbessere das die allgemeine Performance von Zero Tier One.
Mit der "armv6l"-Architektur läuft Zero Tier One nicht zuletzt auch auf Linux, unter anderem auf dem Raspberry Pi, Banana Pi, Beagle Bone und zahlreichen anderen Geräten der 32-Bit-Kategorie. Getestet haben die Entwickler bislang auf Raspian, Support für ARM 64 ist geplant.

Zero Tier One selbst ist frei, steht unter der GPLv3, und Admins können es über Github herunterladen und mit eigenen Network Controllern betreiben. Für Kunden mit Supportbedarf hat der Anbieter die Preise gesenkt, auf 4 US-Dollar pro Monat.

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