Open Source im professionellen Einsatz

Valve demonstriert Steam VR für Linux

14.10.2016

Während Sonys neue Playstation VR gerade hohe Wellen schlägt, gibt es von Valve, den Machern von Steam, gute Nachrichten für VR-Interessierte, die auf Linux und Open Source bauen.

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Einen Tag vor den Steam Dev Days 2016, die gestern zu Ende gingen, postet Valve-Entwickler Pierre-Loup Griffais ein Foto mit einem Rechner, an dem ein Schild "Linux VR Demo" hing. Vor Ort wurde dann die VR-Version von Dota auf einer Kubuntu-Maschine vorgeführt. An Stelle von Open GL setzt Valve für Steam VR auf Vulkan. Griffais tweetete später zudem, dass Valve nach Mesa-Entwicklern suche, die den quelloffenen AMD-Stack fit für Open VR machen.

Das Open-VR-API und Runtime soll es erlauben, die VR-Hardware verschiedener Anbieter zu nutzen, ohne dass sich die Anwendungen selbst darüber den Kopf zerbrechen müssen. Auf Github findet sich ein SDK mit API und Beispielen.

Für Linux-Nutzer und -Entwickler ist der kommende VR-Support eine gute Nachricht. Valve veröffentlichte Steam VR anfangs ohne Linux-Support, obwohl Steam bereits auf Linux läuft, kündigte einen Support aber für später an. Nun kommt das Projekt offenbar in die Gänge.

Von der Oculus Rift ist in Sachen Linux-Support hingegen trotz ursprünglicher Ankündigungen nichts mehr zu hören, Sonys Playstation VR kümmert sich um Sonys Playstation. Lediglich das HDK 2 des OSVR-Projekts (Open Source Virtual Reality) verspricht bislang Open-Source-Support, befindet sich aber noch in Entwicklung. Dank der Steam-Plattform ist Valve vor allem in Sachen Inhalte und Spiele interessant. Die sind für VR generell noch recht rar gesät.

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