VA Software wird zu SourceForge Inc.
Der Linux-Veteran VA Software ändert seinen Namen und nennt sein Unternehmen ab sofort nach seiner Softwareplattform SourceForge Inc.
VA Software hat die Namensänderung gleichzeitig mit dem aktuellen Quartalsbericht für das dritte Fiskalquartal 2007 veröffentlicht. Als Grund für die Namensänderung nennt das Unternehmen eine neue strategische Ausrichtung: Sourceforge will sich künftig auf seine Internetaktivitäten konzentrieren, zu denen das gleichnamige Portal für Open Source-Software gehört. Auf dem Entwickler- und Download-Portal SourceForge.net werden aktuell mehr als 100.000 Open Source Projekte verwaltet, über eine Million Anwender sind dort registriert. Ebenfalls zum Unternehmen gehört die Technik-orientierte Nachrichten-Community Slashdot.
SourceForge ist gleichzeitig der Name einer Collaboration-Software, die das Unternehmen entwickelt hat und die Basis für das gleichnamige Portal liefert. Die Software "SourceForge Enterprise" verkaufte VA Software bereits vor vier Wochen an CollabNet, im Tausch gegen Anteile an dem Unternehmen. CollabNet liefert Entwicklungssoftware für weltweit verteilte Teams, im Aufsichtsrat sitzt unter anderem Verlagsinhaber Tim O'Reilly.
Das umstrukturierte und neu benannte Unternehmen SourceForge will sein Geld mit Werbeeinnahmen auf den Internetplattformen und Verkäufen aus seinem Online-Shop ThinkGeek verdienen. Auf ThinkGeek gibt es technische Spielereien und Fanartikel zu kaufen. Weitere Webseiten, die zu SourceForge gehören, sind die Open-Source-Projektseite Freshmeat, NewsForge sowie die Webseite Linux.com.
In seinem gleichzeitig veröffentlichten Quartalsbericht meldet Sourceforge 10,3 Millionen US-Dollar Umsatz, im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum ein Anstieg um 30 Prozent. Für den Verkauf seiner Unternehmens-Software hat das Unternehmen knapp 6,5 Millionen US-Dollar verbucht.
VA Software blickt auf eine lange Open-Source-Geschichte zurück: Gegründet wurde das Unternehmen als VA Research im Jahr 1993, und wurde dann zu VA Linux Systems. Unter diesem Namen verkaufte das Unternehmen Linux-Produkte und ging 1999 an die Börse. Das Linux-Geschäft ging jedoch zurück, stattdessen konzentrierte sich das Unternehmen auf die Entwicklung von Software und die Internet-Plattformen. An der NASDAQ wurde die Aktie gestern bei Börsenschluß mit 3,73 US-Dollar gehandelt.





