Dass manche wichtige Security-Updates und Kernel-Patches einen Reboot verlangen, ist für Unternehmen und Service-Provider unerfreulich, zum Beispiel weil es Kosten verursacht. Ksplice-Gründer und Firmenchef Jeff Arnold hat nun angekündigt, seinen Service für Fedora kostenlos anzubieten. Ksplice sei auf Fedora entwickelt worden, kommentiert er diesen Schritt, nun solle etwas an die Community zurückfließen.

Neben Fedora steht auch Ubuntu auf der Kostenlos-Liste. Die übrigen Distributionen mit Ksplice-Support wie Red Hat Enterprise Linux verlangen nach einer Lizenzierung, die rund 4 US-Dollar pro Monat und Rechner kostet. Ksplice werden in den kommenden Fedora-Versionen enthalten sein, heißt es in der Ankündigung.

Ksplice basiert auf Forschungen am Massachusetts Institute of Technology. Der jetzige Firmenchef Jeff Arnold hatte am MIT Server zu betreuen und musste ein Security-Update einspielen, das Mitte der Woche einlief. Um den Serverbetrieb zu garantieren, verschob er das Update auf das Wochenende. Die offene Sicherheitslücke führte prompt dazu, dass er alle Systeme neu installieren musste. Daraufhin widmete er sich einer Lösung des Problems, bei laufendem Betrieb Patches einzuspielen. Das Linux-Magazin 08/2008 enthält einen vierseitigen Artikel dazu, wie man Ksplice anwendet.