Open Source im professionellen Einsatz

[Update] VR-Brille HTC Vive geht in den Vorverkauf

22.02.2016

Der Vorverkauf der Consumer Edition der Virtual-Reality-Brille HTC Vive soll am Montag in einer Woche beginnen, ausgeliefert wird ab April 2016. Auch Preise haben die Macher des Device genannt, das Linux-Support mitbringen soll.

350

Demnach soll die HTC Vive Consumer Edition im Handel 800 US-Dollar kosten, einen Euro-Preis nannte der Blogpost nicht. Anfang April 2016 soll die Brille dann offiziell verfügbar sein. Mit zur Vive gehören zwei spezielle Wireless-Controller sowie zwei externe Sensoren, die 360-Grad-Tracking erlauben und Bewegungen im Raum registrieren. Die Auflösung der eingebauten Bildschirme liegt bei insgesamt 2160x1200 Pixel bei einer Taktfrequenz von 90 Hz.

HTC Vive kommt für 800 US-Dollar in den Handel. (Quelle: htcvive.com)

Daneben haben die Macher für die finale Version das Tragegefühl verbessert. Die Vive-Macher koppeln ihr Device zudem mit den Smartphones der Nutzer, so dass diese auch mit dem Helm auf telefonieren und Nachrichten empfangen sowie versenden kann. Auch eine Frontkamera haben die Erbauer integriert, damit die Nutzer die Umgebung wahrnehmen. Anders als die Oculus Rift ist die HTC Vive dafür ausgelegt, dass sich der Nutzer im Raum bewegt. Umgekehrt sehen Gäste auf dem TV, was der Spieler gerade sieht. Ein wenig Platz in der Wohnung ist also hilfreich, das zugehörige Equipment sollten Käufer ebenfalls einkalkulieren.

Wie der Umgang mit der HTC Vive aussehen kann, zeigt eines der beiden Videos ("Fantastic Contraption") in der Ankündigung. Die Experience gehört zu den beiden ("Fantastic Contraption", "Job Simulator"), die HTC zumindest eine Weile mit der Vive zusammen ausliefern will. Die Hardware bündelt der Anbieter mit der Steam-Plattform von Valve, über welche die Brille Updates und neue Experiences und Spiele erhält.

Da Steam auch auf Linux-Basis läuft, dürfte auch die HTC Vive mit Linux-Rechnern kooperieren. Explizit angekündigt hat HTC den Linux-Support allerdings nicht. Auch Empfehlungen für die Hardware fehlen in der Ankündigung noch. Mit dem Preis liegt die HTC Vive jedenfalls etwas über der Oculus Rift. Anders als für die Rift haben die Macher noch keinen Preis für ein Bundle mit einem Rechner angekündigt.

Update [24.3.]: Inzwischen bietet Valve mit dem Steam-VR Performance Test über die Plattform Steam ein kostenloses Tool an, das misst, ob der eigene Rechner die nötige Performance für den VR-Einsatz mitbringt.

Ähnliche Artikel

  • HTCs VR-Brille Vive kommt im April 2016

    HTC kündigt eine fertige Consumer-Version der Virtual-Reality-Brille Vive für den April 2016 an. Im Januar soll nochmal ein zweites Entwickler-Kit erscheinen. Unklar bleibt der Status des Linux-Support.

  • HTC Vive: Europa-Preis für das "Holodeck"

    Valve und HTC haben nun für Europa einen Preis für die Vive festgelegt. Der liegt über dem der Oculus Rift, dennoch gingen bereits einige Vorbestellungen ein.

  • Starttermin für HTC Vive

    Nach dem Start der Oculus Rift bekräftigt nun nach Valve auch HTC, der Hersteller der Vive, den Release-Termin. Und will sich künftig auf VR-Hardware konzentrieren.

  • Oculus Rift ohne Linux-Support

    Schlechte Nachrichten für VR-begeisterte Linux-Nutzer: die Oculus Rift kommt (zunächst) nur mit Windows-Support. Doch es gibt Alternativen.

  • Oculus Rift: Virtual-Reality-Device im Handel

    Mit einem überraschend hohen Preis und mehr als 100 Titeln bis Ende des Jahres eröffnet die Oculus Rift den Reigen hochwertiger Virtual-Reality-Geräte. Die HTC Valve und die Playstation VR sollen noch in diesem Jahr folgen.

comments powered by Disqus

Ausgabe 09/2016

Digitale Ausgabe: Preis € 6,40
(inkl. 19% MwSt.)

Artikelserien und interessante Workshops aus dem Magazin können Sie hier als Bundle erwerben.