Open Source im professionellen Einsatz

Unreal Engine 4.12: Mit VR-Integration, Video-Editor, Vulkan-Support

03.06.2016

Nicht nur Spieldesigner und Entwickler im Bereich der Visualisierung dürfte die neue Version 4.12 der Unreal Engine interessieren. Auch für VR-Enthusiasten bringt die Engine ein paar Schmanckerl mit.

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Eine Neuerung vorweg: Die Unreal Engine bringt jetzt auch einen nonlinearen Editor mit. Das frühere Tool Matinee heißt jetzt Sequencer und eignet sich, um 3-D-Animationen wie in einem Videoeditor zu bearbeiten. Der Umgang mit dem Schnitt-Werkzeug ähnelt dem mit gewöhnlichen Editoren. Ein benutzerfreundliches Interface soll Usern das Arrangieren von Szenen erleichtern. Gameplay-Sequenzen lassen sich aufzeichnen und direkt in einen Film integrieren.

Mit Hilfe der VR-Controller können Unreal-Entwickler direkt in der VR-Umgebung herumfuhrwerken (Quelle: https://unrealengine.com)

Neu ist die Integration des bereits zuvor angekündigten Unreal VR Editor. Mit ihm designen VR-Nutzer die Welt um sich, während sie drin stecken. Dabei müssen sie die von den VR-Lösungen mitgelieferten Controller nutzen, das setzt der VR-Editor voraus. Da dieser sich noch in einer frühen Preview-Phase befindet, muss ihn der Nutzer über "Enable VR Editing" in den Einstellungen explizit aktivieren.

Zugleich kündigen die Macher von Unreal Support für Daydream an, Googles mobile VR-Plattform. Zwar gibt es die dafür notwendige Hardware noch nicht, aber Entwickler können sich mit Unreal 4.12 schon mal an der Software versuchen. Auch OSVR unterstützt die Engine. Dabei handelt es sich um den Versuch, VR- und AR-Technologien unter einen Hut zu bringen, damit die noch junge Industrie nicht sämtliche Fehler der Vergangenheit wiederholt. Last but not least bringt Unreal 4.12 als Vorschau eine mit dem Vulkan-API und auf einem Galaxy S7 gerenderte Demo mit. Vulkan gilt als der offizielle Nachfolger von Open GL.

Das ist nur ein Bruchteil der Änderungen an Unreal 4.12, viele betreffen Shader, Partikel oder andere grafische Elemente. Interessierte werfen am besten einen Blick in die Ankündigung der Software, die grafische Neuerungen unter anderem in kleinen Animationen vorstellt. Wer will, kann sich auch an der Entwicklung beteiligen, die teils auf Github stattfindet.

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