Mit einem Seufzer kommentiert Greg KH bei Google+ einen Post auf der Mailingliste der Kernel-USB-Entwickler. Die Entwickler Wallej und Stuge hatten erklärt, dass das bei vielen Geräten, zum Beispiel Media Playern, fehlerhafte MTP-Implementierungen dazu führen, dass die Geräte abstürzen, wenn das Betriebssystem zur besseren Erkennung den "Microsoft OS String Descriptor" abrufen wolle. Windows fängt das Problem ab, indem es sich "merkt, dass das Gerät abstürzt. So sorgt Microsoft dafür, dass ein fehlerhaftes Device auf jedem Windows-System genau nur einmal abstürzt." ["A given device only ever crashes exactly once on a given Windows system."], schreibt Wallej.

Der Preis dafür sind jede Menge Einträge in der Windows-Registry und informationen über alle jemals an den PC angesteckten Devices. Linux könne, müsse das sogar besser machen, sind sich die Entwickler einig. Die Information, ob ein Gerät mit einer USB-ID bei der Abfrage des Descriptors abstürzt, ließe sich Crowdsourcen und zentralisieren - und so allen Linux-Usern bereits vor dem Anstecken zur Verfügung stellen. Eine Blacklist käme dafür zwar auch in Frage, aber GKH meint, der bessere Ort für solcherlei Informationen seien die Pakete mit den unterstützten Hardware-Datenbanken, schon weil man so nicht noch mehr Overhead für die Pflege erzeugen würde.

Das Media Transfer Protocol MTP kommt als Nachfolger von PTP (dem Picture Transfer Protocol) zum Einsatz, um Multimedia-Daten von USB-Geräten auf einen PC zu übertragen (aber auch persönliche Informationen aus zum Beispiel Adressbüchern) und ist ein Bestandteil der Windows DRM Plattform. Problematisch (ähnlich PTP) daran ist, dass es hierbei dem Gerät überlassen ist, einen Verzeichnisbaum zu erzeugen, den die Gegenstelle sieht. Anders als etwa bei USB-Storage-Devices greifen da viele Mechanismen nicht, die Anwender auf Digitalkameras, Speicherkarten und Co. gewohnt sind, zum Beispiel auch die Recovery versehentlich gelöschter Dateien.