Einer Pressemitteilung von Univention zufolge setzt der Anbieter von Linux-Infrastrukturen Univention ab sofort auf Ubuntu als Client-Betriebssystem. "Im Gegensatz zu Ubuntu" habe der eigene Univention Corporate Server "nicht die erwünschte Verbreitung gefunden", verlautbarte das Bremer Softwarehaus am Dienstag morgen. Man wolle die Entwicklung eines eigenen Desktop-Systems einstellen und sich "auf die am Markt verbreiteten Linux-Distributionen" konzentrieren.

Ubuntu-Domäne

Mit der ab UCS 3.0.3 noch im Juli eingeführten Version stünde somit erstmals eine "umfassende Open-Source-Lösung für das Domänenmanagement von Ubuntu-Clients zur Verfügung". Auch die Univention Thin Client Services werden durch "Univention Corporate Clients" (UCC) auf der Basis von Ubuntu ersetzt. Das verbessere die Hardwarekompatibilität, Anpassbarkeit und Verwaltbarkeit. Der UCC soll im vierten Quartal 2012 auf den Markt kommen. Univention-Geschäftsführer Peter Ganten vergleicht die Unterstützung für Ubuntu mit der für propritäre Clients: "Wie bei Microsoft Windows als dem am meisten mit UCS verwendeten Client-Betriebssystem (...) werden wir nun auch Ubuntu als Linux-Alternative unterstützen." Das betrifft laut Ganten sowohl native als auch virtuelle Clients. Mit den eingesparten Ressourcen wollen die Bremer in die Anbindung von Tablets und Smartphones investieren.

Für die letzte Version des Corporate Desktops erhalten Kunden wie versprochen Support bis Ende 2013. Ein Wiki auf der Univention-Webseite informiert über die technischen Details der Integration von Ubuntu 12.04 in eine Univention-Domäne.