Unhide soll Rootkits aufdecken
Verstecken Rootkits Ports und Prozesse, stoßen herkömmliche Analysemethoden schnell an Grenzen. Eine Möglichkeit, die unsichtbaren Eindringlinge zu finden soll die Software Unhide zur Verfügung stellen.
Unhide nutzt dazu verschiedene Methoden: Um versteckte Prozesse zu finden, überprüft das Programm einerseits den Output des PS-Befehls und den Inhalt des "/proc"-Verzeichnissess. Zum Anderen erfolgt ein Vergleich der Ausgabe von "/bin/ps" und der System-Calls. Als Drittes überprüft die Software mit einer Brute-Force-Methode alle Prozess-IDs.
Versteckte TCP- und UDP-Ports versucht Unhide aufzudecken, indem es alle TCP/UDP-Ports indentifiziert, auf denen zwar gelauscht wird, die aber nicht vom Netstat-Befehl gelistet werden. Auch hier kommt eine Brute-Force-Methode zum Einsatz.
Die jüngst veröffentlichte Version 20080519 schließt einen Race-Condition-Fehler, der falsche positive Testergebnisse erzeugte. Außerdem fügte das Projekt Manpages ein. Unhide steht auf der Website des Projekts zum Download bereit. Fertige Pakete befinden sich im Debian Sid-Verzeichnis und im Repository des kommenden Ubuntu 8.10 (Intrepid Ibex). Das Forensik-Tool ist unter der GPL-Version 3 lizenziert.





