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Umfrage: Angst vor Cyber-Terror steigt

17.10.2016

Eine Umfrage der Deustchen Telekom zeigt, dass in Deutschland die Angst vor Anschlägen auf staatliche Stellen und kritische Infrastrukturen über das Internet zunimmt. Zwei Drittel der Befragten halten diese Gefahr für groß oder sehr groß.

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Das Institut für Demoskopie Allensbach und das Centrum für Strategie und Höhere Führung haben die Umfrage im Auftrag der Deutschen Telekom durchgeführt und daraus den Sicherheitsreport „Bevölkerung“ 2016 erstellt.

Nach Angaben der Telekom sei die Bevölkerung seit der ersten Befragung im Jahr 2011 noch nie so besorgt um ihre Sicherheit gewesen wie in der aktuellen Befragung. Der von Allensbach ermittelte so genannte Risikoindex, der die Stimmungslage abbildet, sei von 474 Punkten im Jahr 2015 auf 491 Punkte gestiegen und liegt damit auch über dem bisherigen Spitzenwert von 489 Punkten im Jahr 2013. Besonders die Angst vo Terroranschlägen sei gestiegen. 2015 gaben noch 28 Prozent der Befragten an, sich große Sorgen über Terroranschläge zu machen, 2016 sind es laut der Befragung 45 Prozent.

Dagegen ist die Sorge um die eigene Cyber-Sicherheit weniger ausgeprägt. Obwohl 66 Prozent der Bevölkerung ein Smartphone besitzen, hält weniger als ein Drittel es für wahrscheinlich, dass ihr Gerät angegriffen wird, heißt es im Sicherheitsreport.

Allerdings treffen die Nutzer der Smartphones inzwischen Sicherheitsvorkehrungen: So öffnen etwa 83 Prozent keine Anhänge von unbekannten Absendern, 77 Prozent laden keine Daten von verdächtig erscheinenden Quellen herunter. Fast jeder Dritte installiert regelmäßig Updates seines Betriebssystems.

Das Sicherheitsverhalten unterschiedet sich in den verschiedenen Altersgruppen. Ältere Smartphone-Nutzer achten etwa häufiger darauf, keine unbekannten Nummern zurückzurufen und deaktivieren bestimmte Funktionen des Smartphones wie mobile Daten, Bluetooth oder GPS, wenn sie sie nicht benötigen, heißt es im Report. Außerdem laden sie eher nur Apps herunter, die nicht automatisch auf sensible Anwendungen wie WLAN oder GPS zugreifen. Jüngere Smartphone-Nutzer aktualisieren in höherem Anteil regelmäßig ihr Betriebssystem, um Sicherheitslücken zu schließen.

Den Sicherheitsreport Bevölkerung 2016 gibt es bei der Deutschen Telekom zum Download (Link zum PDF mit 2,3 MByte).

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