Open Source im professionellen Einsatz

Umfrage: 21 Prozent der IT-Freiberufler könnten zu Wirtschaftsflüchtlingen werden

08.02.2016

Der IT-Personaldienstleister Gulp führte im Januar eine Umfrage zum Thema Scheinselbstständigkeit und dem aktuellen deutschen Gesetzesentwurf von Arbeitsministerin Andrea Nahles durch. Eine Frage lautete, welche Alternativen die selbstständigen IT- und Engineering-Spezialisten zur Freiberuflichkeit sehen, falls das Gesetz in seiner vorgesehenen Fassung in Kraft tritt. Festanstellung und Auswandern waren die häufigsten Antworten.

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Bei der Personalagentur für IT- und Engineering-Spezialisten Gulp Information Services gingen schon einige Monate lang meist negative Nutzerkommentare zum Gesetzesentwurf gegen den Missbrauch von Werkverträgen ein. Ab Mitte Januar befragte Gulp systematisch zwei Wochen lang seine Freiberufler zu verschiedenen Aspekten rund um den Gesetzesentwurf. 440 IT-Freiberufler nahmen teil. Bei der Frage zur Zukunft ihrer Freiberuflichkeit sehen fast 80 Prozent den Entwurf als eine Gefahr für ihren Berufsstand. Gerade einmal 16 Prozent stehen dem Ganzen neutral gegenüber. Zufrieden mit dem Gesetz zeigten sich 5 Prozent der Teilnehmer.

Auf die Frage, was sie tun würden, wenn sich wegen des Gesetzes ihre aktuelle Arbeit nicht mehr rechnet, zeigen sich gut 27 Prozent der Umfrageteilnehmer bereit, ihre Selbstständigkeit einer Festanstellung opfern. Beachtliche 21 Prozent würden ihrer Heimat den Rücken kehren. Eine weitere Ausweichmöglichkeit sehen 8,5 Prozent der Befragten in der Gründung einer eigenen Gesellschaft. Rechtlich oder politisch aktiv werden würden lediglich 2,2 Prozent der unabhängigen IT-Schaffenden.

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