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UltraSPARC T2 jetzt mit Carrier Grade Linux 3.0

Suns Multi-Threading-Prozessorplattform UltraSPARC T2 ist ab sofort auch mit Wind Rivers Carrier Grade Linux 3.0 verfügbar.

Im Herbst hatte Sun Microsystems ein Entwicklerboard für Linux für den Prozessor UltraSPARC T2 vorgestellt und für Beginn 2009 Untersützung durch Carrier Grade Linux 3.0 angekündigt. Der UltraSPARC verarbeitet in acht Kernen jeweils acht Threads, Chip Multi Threading genannt, kurz: CMT.

Vom US-amerikanischen Embedded-Linux-Anbieter Wind River kommt nun die Kombination mit einem Betriebssystem, das als Carrier Grade Linux 3.0 klassifiziert ist. Dies wiederum ist ein Standard der Linux Foundation, der in rund 250 Richtlinien die Anforderungen an ein Linux für die Telekommunikationsbranche regelt. Laut Ankündigung der beiden Unternehmen ist nun die Portierung von Wind River Linux 3.0 auf den CMT-Prozessor abgeschlossen, und vereint zielen die Anbieter mit der integrierten Lösung auf den Netzwerkmarkt. Sun will die Software auf den hauseigenen Netra Servern T5220 und CP3260 ATCA Blade Servern ausliefern.

In der Zusammenarbeit mit dem Embedded-Linux-Anbieter will Sun die Offenheit seiner CMT-Plattform unter Beweis stellen, so das Unternehmen in der Pressemitteilung. Seit Dezember 2007 steht der Code für den UltraSPARC T2 unter der GPLv2 zur Verfügung. Angekündigt wurde die Kombination mit Carrier Grade Linux von den Unternehmen bereits im April 2008, mit der aktuellen Meldung soll die Entwicklung nach elf Monaten nun Marktreife erlangt haben. Die Multi-Threading-Technologie von Sun ist seit August 2007 auf dem Markt. Der Hersteller wirbt insbesondere mit dem niedrigen Energieverbrauch, bei weniger als zwei Watt pro Thread soll dieser insamt 95 Watt nicht übersteigen.

(Britta Wülfing)
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