Ubuntu Software Center soll Standard für Anwendungsinstallation werden
Vom 19. bis 21. Januar haben sich Vertreter verschiedener Desktop-Distributionen in Nürnberg getroffen, um die Softwareinstallation zu vereinheitlichen. Nun sind erste Ergebnisse veröffentlicht.
Die Idee zu dem Treffen in den Räumen von Suse/Novell in Nürnberg entstand auf der Opensuse Conference im Oktober 2010. Im Sinne des damaligen Mottos "Collaboration across Borders" setzten sich die 15 Teilnehmer des "App Installer Meeting" aus Vertretern von Debian, Fedora, Ubuntu, Mageia und Opensuse zusammen.
Ziel war es, das Installieren von Anwendungen wie Firefox oder Libre Office für solche Benutzer zu erleichtern, die gar nicht wissen möchten, was ein Paketmanager ist. Auf ihrer Suche nach Lösungen diskutierten die Teilnehmer Themen wie Debtags, Debians Kategoriensystem für Softwarepakete und das Ubuntu Software Center. Letzteres soll nun als Vorbild für die distributionsübergreifende Benutzeroberfläche dienen.
Das Ubuntu Software Center soll als Vorbild für die gemeinsame Benutzeroberfläche dienen. (Abbildung: Canonical)
Daneben entwickelten die Teilnehmer eine Architektur, die Client, Server, Paketdateien, Metadaten und die Open Collaboration Services (OCS) einschließt. Ein Wiki-Eintrag bei Freedesktop.org hält den Entwurf unter dem Namen Appstream fest.
Die auf dem Treffen vereinbarte Architektur für die Anwendungsinstallation ist im Freedesktop-Wiki dokumentiert.
Ein einstündiger Vortrag zum Ende der Veranstaltung fasst die Ergebnisse zusammen. Er ist als Video im Opensuse-Blog zu sehen.
Vincent Untz (Gnome/Novell) als einer der Teilnehmer macht sich in seinem Blogeintrag weitere Gedanken über die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Linux-Distributionen: "Seit ich an Opensuse arbeite, frage ich ich mich, warum die Distributionen so viel Arbeit duplizieren. Manchmal gibt es einen guten Grund dafür, etwa einen radikal anderen technischen Ansatz. In anderen Fällen scheint es aber, als täten wir das nur, um etwas selbst zu machen. Das müssen wir ändern."





