Ubuntu: Open Stack statt Eucylyptus, Thunderbird statt Evolution?
Glaubt man der Gerüchteküche, dann ändert sich in nächster Zeit bei Ubuntu noch einiges. Canonical hat bereits angekündigt, nicht mehr auf Eucalyptus als Cloud-Computing-Plattform zu setzen, sondern auf Open Stack, und die Entwickler auf dem Developer Summit scheinen sich eher für Thunderbird als für Evolution begeistern zu können.
Dass Open Stack (Das Linux Magazin berichtete) eine feste Größe in Ubuntu werden würde, war spätestens seit Anfang 2011 klar: Im Februar trat Canonical dem Open Stack Consortium bei, dem mittlerweile eine lange List prominenter IT-Firmen beiwohnen. Von den Initiatoren Rackspace (ein großer US-Provider) und der NASA angeführt, gesellten sich schnell Citrix, Dell, AMD, Intel und viele andere dazu und trieben die Entwicklung der Cloud Management Suite voran.
Abbildung 1: Im Web-GUI von Open Stack konfiguriert der Admin seine hybride Wolke. Das klappt mit internen oder externen Ressourcen, zum Beispiel aus Amazons Diensten.
Jetzt soll das Tool schon in Ubuntu 11.10 - ab Oktober erhältlich - Eucalyptus als Basis der Ubuntu Enterprise Cloud (UEC) ersetzen. Das vermeldet ZDNet USA unter Berufung auf ein Zitat von Neil Levine, Canonicals VP Corporate Services, der jüngst eine Firma namens Soba Labs gegründet hatte. Eucalyptus solle weiter unterstützt werden, aber Open Stack das Standard-Backend werden, berichtet die Webseite. Open Stack liegt mittlerweile als Release "Cactus" vor, der Artikel im Linux-Magazin 05/11 testet die Fähigkeiten der Cactus-Release.
Thunderbird bevorzugt
Berichten von der Ubuntu Developer Conference UDS-O zufolge wollen die Entwickler wohl auch lieber Thunderbird als Evolution auf dem Ubuntu-Desktop sehen, was wohl auch endlich zu einem vollständigen Kalender- und Adressbuch-Plugin für Groupwareanbindung des Mozilla-Programmes führen könnte, so die Hoffnung.
Canonicals Linux zeichnet sich derzeit durch eine hohe Dynamik aus, zuletzt hatten die Wechsel zu Unity und Wayland für Diskussionen gesorgt.





