Es ist eine einschneidende Entscheidung, die für die Entwickler aber offenbar unumgänglich war: Das Ubuntu-One-Projekt verabschiedet sich von seiner NoSQL-Datenbank-Lösung CouchDB. Das Hauptproblem bestand nach Aussage der Entwickler auf der Desktop-Mailingliste in der mangelnden Skalierbarkeit.

Tatsächlich treten bei der intensiven Nutzung von Ubuntu One immer wieder Performance-Probleme auf, die sich auf CouchDB zurückführen lassen. Der Dienst verwendet auf schlanken Rechnern nach Aussage der Entwickler zu viele Ressourcen und kommt am anderen Ende nicht mit den Millionen von Anwendern und den großen Datenbanken klar, die in Ubuntus Rechenzentren laufen. Wenn in Zukunft tatsächlich einmal Millionen Anwender Ubuntu verwenden, könnte sich das als Problem herausstellen.

Offenbar will man sich von der Lösung verabschieden, bevor Ubuntu One einen Level an Nutzern erreicht, der einen Umstieg unmöglich macht. Ersetzen soll CouchDB eine eigene Datenbank-Lösung. Ihr Arbeitsname lautet U1DB, ansonsten sind abgesehen von einem Launchpad-Eintrag noch nicht viele Details bekannt. Zur Veröffentlichung von Ubuntu 12.04 soll lediglich eine Referenzimplementierung in Python fertig sein, insofern darf man gespannt sein, wie gut oder schlecht Ubuntu One in 12.04 funktionieren wird.