Die Firma Canonical und das von ihr gesponserte Ubuntu-Projekt geben heute Version 8.04 ihrer Linux-Distribution frei. Das Besondere an der Release mit dem Codenamen Hardy Heron ist die jahrelange Versorgung mit Updates und Security-Fixes.
Der Long Term Support (LTS) läuft drei Jahre für die Desktop-Ausgabe und fünf Jahre für den Ubuntu Server. Die Aktualisierungen sind für alle Anwender kostenlos über das Paketmanagement zu beziehen. Optional kann man bei Canonical Mail- und Telefon-Support einkaufen.
Die Desktop-Ausgabe verwendet Gnome 2.22.1. Firefox 3.0 wurde nicht mehr zum Release der Distribution fertiggestellt, daher liefert Ubuntu Firefox 3 in Version Beta 5 mit. Das Büropaket Open Office ist in seiner aktuellen Version 2.4 an Bord. Verbesserungen gab es unter anderem bei der Erkennung von eingesteckten Geräten wie Kameras und Handys. Außerdem können die Anwender die Play Station Portable (PSP) anschließen oder Musik von UPnP-Geräten abspielen.
Für den Ubuntu-LTS-Desktop wird es ein breites Angebot an Software von Drittherstellern geben. Nach Angaben von Canonical planen rund 30 Anbieter, ihre Anwendungen auf der Hardy-Heron-Plattform zu vertreiben, darunter Adobe, Skype, Nero, Parallels, Fluendo und Google.
Die Server-Ausgabe verzichtet vollständig auf X und verbessert damit ihre Security-Bilanz. Weitere Sicherheitsmaßnahmen sind AppArmor sowie Ufw, eine neu entwickelte Schnittstelle zur Firewall-Konfiguration. Daneben haben die Entwickler viel Mühe auf Virtualisierung verwendet und ein Ubuntu-Tool zum Erstellen von System-Images geschaffen. Zusammen mit Ubuntu JeOS, einen Minimal-Ubuntu lassen sich so maßgeschneiderte virtuelle Appliances bauen.
Linux-Magazin Online stellt Ubuntu Server 8.04 detailliert in einem eigenen Online-Artikel vor.
Weitere Informationen zur Desktop-Ausgabe sowie Gelegenheit, das neue Ubuntu zu diskutieren, finden Sie auf unserer Partner-Website Linux-Community.
Images für die neuen Ubuntu-Releases gibt es im Laufe des Tages im Ubuntu-Download-Bereich.
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