ATI-Grafikkarten werden seit der Offenlegung der Treiber interessanter für Linux-Entwickler. Der neuste Vorstoß gilt den Stromsparfunktionen, die bisher unter Linux eher stiefmütterlich ausgeführt sind.
AMD-Entwickler Alex Deucher hat mittels Patch dem freien Treiber für die Grafikchips R500 und R600 Unterstützung für dynamische Taktung des Grafikprozessores hinzugefügt. Die Erweiterung namens "Dynamic Clocks" ändert die Taktfrequenz des Grafikprozessors. Für dynamisches Power-Management fehlen noch Funktionen zur Anpassung des Bus- und des Speichertakts, wie es die ATI-Lösung "PowerPlay" mitbringt. PowerPlay ist jedoch bisher nur unzureichend veröffentlicht. Und weil die Anpassung der Taktung oftmals durch das BIOS der Karten gelöst ist, bringt der neu hinzugefügte Code nicht jedem Nutzer etwas. Jedoch gilt der Patch als Anfang, dem freien ATI-Treiber den Energiehunger auszutreiben.
Der aktualisierte Treiber "xf86-video-ati driver" ist im Git-Tree auf FreeDesktop.org zu finden. Er ist vor allem Notebook-Besitzern mit ATI R500/R600-Grafikchipssatz von Nutzen. Auf Desktoprechnern hat der Code keine Auswirkungen.
Die Spezifikation für die ATI R500 und R600 hatte AMD im September vergangenen Jahres veröffentlicht. Im Februar dieses Jahres folgten Dokumentationen für weitere Karten und Chips.
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