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Tim Berners-Lee gibt Startschuss für World Wide Web Foundation

Auf dem Internet Governance Forum 2009 in Ägypten hat der Erfinder des Web, Tim Berners-Lee, am gestrigen Sonntag die Arbeitsaufnahme seiner neuen WWW Foundation bekannt gegeben.

Die ersten Projekte zielen auf die Wiederbegrünung Afrikas sowie auf die Förderung junger Menschen, sofern sie mit Informations- und Webtechnologie voranzubringen sind. In dem Projekt "Web Alliance for Re-greening in Africa" geht es darum, örtliche Informationstechniker in der Handhabe mobiler Kommunikationsgeräte und beim Aufbau einer Web-Plattform zu unterstützen. Damit sollen sie Bauern und anderen Handelnden Austausch und Zusammenarbeit ermöglichen. Die Web Foundation trägt das Projekt von Anfang 2010 bis Ende 2012 zusammen mit der Freien Unviversität Amsterdam. Konkret nimmt sich die neue Stiftung von Tim Berners-Lee zum Beispiel vor, in Zusammenarbeit mit lokalen Fachleuten den Anforderungskatalog zu erstellen, die Web-Plattform zu entwerfen oder Entwickler weiterzubilden.

Als zweites konkretes Projekt peilt die Web Foundation gemeinsam mit dem brasilianischen Center for Digital Inclusion ab 2010 das Projekt "Empowering Youth in the Innercities" an, das als Pilotprojekt dient. Hierbei sollen Jugendliche im Verlaufe mehrerer Phasen lernen, mittels mobiler Geräte das Web zu benutzen sowie Webinhalte und -Anwendungen zu erstellen. Die Web Foundation sieht ihre Rolle zunächst in Studien, welche Geräte und Gebrauchsszenarien vor allem hinsichtlich Sprachbarrieren in Frage kommen. Dann soll Lehrmaterial entstehen, örtliche Lehrer ausgebildet und Pilot-Seminare abgehalten werden. Als letzter Teil soll Community-Bildung dafür sorgen, dass die Inhalte Verbreitung finden und ein Netzwerk von Trainern entsteht.

Die World Wide Web Foundation soll als eine Art Dachorganisation Internetwissenschaften und freie Standards zu echtem gesellschaftlichen Nutzen aufbereiten. Sie entstand offiziell im September 2008, als Tim Berners-Lee seine Stiftungsidee in einer Rede vor Vertretern der privaten Knight Foundation erläuterte. Für ihr Anliegen erhielt die Web Foundation fünf Millionen Dollar von der privaten, amerikanischen Knight Foundation, die Gesellschaften, speziell Jornalisten zum Zwecke demokratischer Weiterentwicklung unterstützt und deren Geschichte bis 1940 zurückgeht.

(Anika Kehrer)
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