Open Source im professionellen Einsatz

Thunderbird bleibt bei Mozilla zur Untermiete

16.05.2017

Das unter den Fittichen von Mozilla angesiedelte Projekt Thunderbird soll weiterhin dort seine Heimat haben. Ein halbes Jahr lang evaluierte zuvor eine Arbeitsgruppe, welche Optionen es für die künftige Entwicklung geben könnte.

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Mozilla, so das nun verlautbarte Ergebnis, bleibt was rechtliche und finanzielle Aspekte betrifft bei Mozilla beheimatete. Allerdings soll der Thunderbird aus der Infrastruktur der Mozilla Corporation ausgegliedert werden. Das aus Vertretern von Mozilla und Tunderbird Projekt bestückte Council hatte zuvor auch diskutiert, ob Thunderbird bei der Document Foundation (Libreoffice) oder dem Software Freedom Conservancy (SFC) besser aufgehoben sei, oder ob man eine eigenen Stiftung dafür gründen sollte. Diese Optionen habe man verworfen, zumindest vorläufig, weil es durch Spendenaufrufe gelungen sei, eine finanzielle Basis für Thunderbird zu schaffen, lässt Philipp Kewisch vom Thunderbird-Projekt wissen. Kewisch schreibt in seinem Beitrag, dass man mit der Auslagerung der Infrastruktur schon vorangekommen sei. Auch die Finanzen sieht er als vielversprechend an. Es gäbe noch Diskussionsbedarf, was die Entwicklungsziele, etwa für Ad-ons, betrifft, insgesamt sei Mozilla aber am Erfolg von Thunderbrid gelegen, glaubt Kewisch. Die nun gefundene Übereinkunft kann innerhalb von sechs Monaten nochmals von beiden Seiten hinterfragt werden.

Mitchell Baker, Vorsitzende der Mozilla Stiftung hat schon 2015 die Diskussion um die Zukunft des Mailprogramms Thunderbird gestartet. Damals schien es, als wolle Mozilla Thunderbird sterben lassen, später wurde das relativiert. Baker drängte aber darauf, die Ressourcen-intensive Thunderbird-Entwicklung auf eine gesunde Basis zu stellen.

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