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Thunderbird 3 geht in den Betatest

Thunderbird nähert sich dem Starttermin: Es gibt wenig Neues, aber viele Veränderungen. Die erste Beta-Version des freien Mail-Clients beschleunigt unter anderem die Suche und die IMAP-Anbindung. Auch das Anlegen von E-Mail-Konten sowie die Adress- und Terminverwaltung sollen intuitiver funktionieren.

Sah es 2007 noch so aus, als ob der Donnervogel seinen letzten Flug antritt, peilen die Entwicklung mit einer ersten Beta nun die Version 3 des umfangreichen E-Mail-Clients an. Die Gecko-Engine an Bord (Version 1.9.1) arbeitet schneller und stabiler als der Vorgänger, die neue Suchmaschine Gloda findet und präsentiert Ergebnisse bereits jetzt deutlich besser als die Suche in Thunderbird 2, behauptet CEO David Ascher in seinem Blog.

Es gibt jedoch nicht sehr viele Neuerungen in Thunderbird 3: Die Entwickler verbessern und vereinfachen vielmehr vorhandene Features. Neu ist die Möglichkeit, Tabs zu nutzen, wofür man allerdings die Lightning-Erweiterung installieren muss. So lassen sich zum Beispiel das Adressbuch und der Kalender in separaten Tabs öffnen.

Die Kalendereinträge lassen sich nun offenbar gruppieren und Aktivitäten farblich voneinander trennen. Auch den Add-on-Manager bezeichnen die Entwickler als neu, obwohl bereits in Thunderbird 2 eine Add-on-Verwaltung existierte, wie man sie von Firefox kennt. Dass beim Abflug des Donnervogels allerdings sofort alle Erweiterungen an Bord sein werden, bezweifeln die Entwickler.

Der überarbeitete Einrichtungsassistent erleichtert das Erstellen eines E-Mail-Kontos. Zudem kann man Konten von einer Vielzahl anderer E-Mail-Programme in Thunderbird importieren. E-Mail-Adressen lassen sich nun über einen einzigen Mausklick in das Adressbuch verfrachten, das mitunter schmerzhaft langsame Herunterladen von IMAP-Nachrichten soll der Vergangenheit angehören.

Die Suchmaschine Gloda durchforstet den E-Mail-Bestand nicht nur schneller, sondern stellt die Ergebnisse auch übersichtlicher da. Dadurch behält der Anwender etwa komplette E-Mail-Konversationen mitsamt Fragen und Antworten im Auge. Nicht zuletzt vereinfacht der eingebaute Wizard das Anlegen von E-Mail-Konten, auch wenn diese sichere Einstellungen verwenden.

Die Thunderbird-Entwickler warnen jedoch davor, die Beta-Version für den täglichen Einsatz zu verwenden. Zudem zerstört Thunderbird 3 die Profile vorhandener 2er-Versionen, weshalb man am besten einen eigene User zum Testen anlegt. Auf der Thunderbird-Webseite findet man die offizielle Verlautbarung der Thunderbird-3-Beta mitsamt Download-Links. An anderer Stelle existiert eine detailliere Liste der Veränderungen.

(Kristian Kißling)
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