Tablet "Adam" weckt hohe Erwartungen (Galerie)
Der indische Hersteller Notion Ink, der mit dem Android-Tablet namens Adam eine Serie von "traumhaften Geräten" zu begründen beabsichtigt, schnappt in der Erfolgswelle seiner Vorbestellungs-Ankündigung nach Luft: Am 6. Januar soll es soweit sein - wenn alles glatt geht.
Das sinnfällig auf den Namen Adam getaufte Internet-Tablet soll weltweit geliefert werden. Vor einigen Tagen gab Notion-Ink-Gründer Rohan Shravan im Unternehmensblog überschwänglich bekannt, dass ab sofort der Vorverkauf beginne und Adam am 6. Januar 2011 in den Versand gehen werde. Das Gerät soll weltweit via DHL verschickt werden und direkt auf der Webseite erhältlich sein. Der Preis bewegt sich ungefähr zwischen 370 und 600 Dollar: Der Preisunterschied hängt von der Display-Art und der Funkverbindungmöglichkeiten ab. Hinzu kommen 50 Dollar Versandkosten für jedes Zielland.
Das multitouchfähige 10,1-Zoll-Display (WSVGA, 1024 x 600 Pixel) ist in zwei Versionen zu haben. Das spezielle "Pixel Qi"-Display passt sich der Umgebungsbeleuchtung an und soll auch bei Sonnenschein nutzbar sein. Der normale matte LCD-Bildschirm verfügt angeblich über Kratz- und Fingerabdruck-Schutz. In das Internet kann sich der Anwender je nach Preislage mittels WLAN 802.11 b/g/n oder mittels HSPA verbinden. Bluetooth ist auf jeden Fall dabei.
Das Gerät arbeitet mit einem System on Chip (SoC) von Nvidia als CPU und GPU: dem Tegra 250, der mit dem Zweikern-ARM Cortex A9 sowie mit Geforce-Grafikprozessor ausgestattet ist. HD-Fähigkeit gehört ebenso zu den technischen Features wie Open GL ES 2.0 (also 3D für Embedded-Systeme). Der DDR2-RAM umfasst 1 GByte, der Flash-Festspeicher 8. Im Gerät integriert ist eine 3,2-Megapixel-Kamera, die über Autofokus und ein schwenkbares Gelenk verfügen soll. Erweiterungen sind mit USB, Mini-USB, HDMI, Micro SD sowie mit SIM-Karten möglich.
Eine Entwicklerseite ist bereits angelegt, enthält aber noch nichts außer der Startseite und Ambitionen.
Notion Ink startete im April 2009 mit verträumtem, aber entschlossenem Anspruch. Das kurz vor Fertigstellung stehende Erstlingsprodukt Adam trumpft mit einer eigenen mathematischen Philosophie auf, mit speziellem Material und schwenkbarem Kameraauge - also mit tatsächlich interessanten Neuerungen.
In den letzten Tagen waren für das junge Unternehmen aus dem indischen Bangalore jedoch recht turbulent, wenn man dem Blogverlauf Glauben schenkt. Zusätzlich zu einer eigentlich erfreulichen, aber überraschend hohen Vorbestellungszahl habe an dieversen Stellen die Technik versagt, und auch mit Dienstleistern und Lieferfirmen gebe es Schwierigkeiten. Die gnadenlose Kundschaft macht sich außerdem anscheinend mittels niederschmetternder Meinungsäußerung bemerkbar - die Blogeinträge des Herstellers zählen teilweise fast 3000 Kommentare. Bleibt zu hoffen, dass das Adam nicht einen ähnlichen Markteinstieg erlebt hinlegt wie das deutsche Wetab, das gemeinsam mit den Käufern vor Vorfreude zitterte, dann aber schmerzhaft auf die Nase fiel.








