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Systemd 234 erweitert Netzwerk-Komponente

13.07.2017

Lennart Poettering hat eine neue Systemd-Version 234 angekündigt. Das Initsystem will künftig Meson als Buildsystem verwenden, daneben gibt es Erweiterungen für Unit Files und einige Optionen mehr für Systemd-networkd.

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Zwei neue Schalter verbessern in Systemd 234 die Möglichkeiten von Unit Files. Die neue Option "JobRunningTimeoutUSec=" erlaubt es, einen Timeout für einen laufenden Job zu definieren, was laut der Ankündigung insbesondere im Umgang mit ".device"-Units helfen soll. Zugleich können Benutzer, die eine Systemd-User-Instanz betreiben, diese über zwei neue Schalter abhängig von der User- und Gruppen-Identität konfigurieren. Dazu gilt es, die Optionen "ConditionUser=" und "ConditionGroup=" in den Unit Files zu setzen.

Auch Systemd-Networkd haben die Entwickler einige neue Optionen spendiert, die vor allem Netzwerk-Admin gefallen dürften. Nach Bereichen aufgegliedert gibt es die neuen Optionen "FlowLabel=" (im Bereich [VXLAN]), "Priority=" (im Bereich [Bridge]), "GVRP=", "MVRP=", "LooseBinding=" und "ReorderHeader=" (in [VLAN]) sowie "GatewayOnlink=", "IPv6Preference=" und "Protocol=" (in [Route]). Systemd 234 unterstützt zudem Links für das Generic Network Virtualization Encapsulation Protocol (Geneve), ".link"-Dateien kennen einen neuen Eintrag "Port=" und der DHCP -Support schließt nun auch Domain Search Lists ein.

Am IPv6-Support haben die Entwickler ebenfalls gearbeitet. Systemd 234 bringt Support für IPv6-Address-Label mit, die [Network]-Sektion kennt nun den Eintrag "IPv6ProxyNDP=". Zudem lässt sich das neu implementierte, minimale Router-Advertisment-Protokoll dafür nutzen, IPv6-Adressbereiche zu verteilen. Die Konfiguration dafü gehört in den Bereich [IPv6Prefix] der ".network"-Konfiguration.

In Systemd-resolved lässt sich der MulticastDNS-Support ein und ausschalten. Internationalisierte Domainnamen lassen sich experimentell mit der Libidn2 verarbeiten. Systemd-logind behält seinen Zustand auch über einen Neustart hinaus. Um ihn nicht zu verlieren, lagert es die Dateideskriptoren für die verwalteten Geräte über den "FDSTORE="-Mechanismus im Systemmanager aus. Das könne auch Auswirkungen auf andere Software wie beispielsweise X.org haben, schreibt Lennart Poettering.

Nicht zuletzt kann "sd-boot" nun Images über Shim und Mok (Machine Owner Key) validieren, geht "systemd-mount" intelligenter mit Umounts um, kennt "machinectl pull-tar" nun auch Suses ".sha256"-Checksummen-Notation. Zu den weiteren Änderungen an Systemd 234 gehört der Wechsel weg von Automake und hin zu Meson. Aktuell lässt sich Meson parallel verwenden, beim nächsten Systemd-Release soll es Automake ablösen. Weitere Details zur neuen Version liefert die anfangs verlinkte Ankündigung, herunterladen lässt sich die Software auf Github.

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