Open Source im professionellen Einsatz

Systemd 228 mit UTC-Support für Timestamps und Task-Limits

18.11.2015

Eine neue Version 228 von Systemd ist erschienen. Sie verändert unter anderem den Umgang mit Units, unterstützt UTC-Timestamps und bringt zusätzliche Schalter für Journalctl und Systemd-nspawn mit.

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Nicht lange nach der ersten Systemd-Konferenz ist eine neue Version des Initsystems erschienen. Sie erlaubt es, Eigenschaften auch für vorübergehend erzeugte Units zu definieren. Zudem gibt es solche temporären Units nach dem Vorbild der Service und Scope Units nun auch für Slice Units.

Über den UTC-Suffix lassen sich Timestamps auch in koordinierter Weltzeit erzeugen. Ein neuer Schalter "--sync" für Journalctl weist den Journal-Daemon an, ungeschriebene Lognachrichten auf das Speichermedium zu schreiben und anschließend die Dateien zu synchronisieren. Auch neu ist der Schalter "--chroot" für "systemd-detect-virt". Dank ihm stellt Systemd fest, ob ein Programm in einer Chroot-Umgebung läuft.

In der "system.conf" gibt es jetzt den Parameter "DefaultTasksMax=", der standardmäßig auf dem Wert 512 steht. Das bedeutet, dass Dienste standardmäßig maximal 512 Prozesse oder Threads parallel erzeugen. Wer mehr Prozesse braucht, kann das über den Parameter "TasksMax=" einstellen, auch für einzelne Einheiten. Zugleich setzt die "logind.conf" die Zahl der Standarduser per Default auf 4096. Bei Nspawn-Containern liegt der "TasksMax"-Wert bei 8192. Diese Änderungen seien allerdings nur effektiv, wenn der "pids" Cgroup-Controller im Kernel aktiv ist, heißt es in der Ankündigung auf der Mailingliste, die noch zahlreiche weitere Neuerungen auflistet.

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