Open Source im professionellen Einsatz

Susecon 2016: SLES 12 SP2 für ARM und Raspberry Pi3

08.11.2016

Bei der Susecon 2016 hat Suse den Suse Linux Entteprrise Server für die 64-Bit-ARM-Architektur Arch64 vorgestellt.

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Was die Opensuse-Community schon einige Jahre zuvor experimentell gestartet hat, ist bei der Susecon in Washington nun zu einem Bestandteil des Enterprise Server, wenn auch derzeit nur für Partner verfügbar: SLES 12 SP2 für ARM 64bit AArch64. Suse erwartet sich für den angepassten Server die allgemein gültigen Vorteile der ARM-Architektur: Geringerer Energieverbrauch, günstigere Preise und viele Anbieter von SoCs für verschiedene Ansprüche. Nicht zuletzt soind die für die ARM-Architektur erwarteten Wachstumsraten interessant.

In seinem Vortrag zum SLES für ARM betonte der zuständige Produktmanager Jay Kruemcke, das SLES für ARM eine Art Benchmark für weitere Produkte sei, die von Suse für die Architektur noch kommen könnten.

SLES 12 SP2 für ARM biete den Vorteil der modularen Updates, die ohne Änderungen am Core-OS vonstatten gehen können, sagte Jay Kruemcke. Daneben stehe dem Anwender das Ökosystem des SLES zur Verfügung. Sicherheit verspricht die Zertifizierung einiger spezieller Konfigurationen unter x86-64 und s390 nach Security Common Criteria EAL4+ und die Zertifizierung einiger Module unter x86-64 nach FIPS 140-2. Im SLES SP2. Im SLES SP2 steckt der Kernel 4.4, den Suse speziell für den ARM-Support ausgewählt habe.

Anwender müssen bei Einsatz auf ARM auf einige Features des SLES verzichten, etwa den Support für Xen. Auch das Container-Modul und das Advanced Systems Management Module sei nicht dabei.

Zu den unterstützten SoCs und Chips zählen AMD Opteron A1100, Applied Micro – X-Gene 1, X-Gene 2, Cavium – ThunderX, NXP/Freescale – LS208xA und Xilinx - UltraScale+ MPSoc.

Das Preismodell ist zweigeteilt und orientiert sich zum einen an den x86-Preisen des SLES pro Sockel, wobei die Cores pro Socket auf 144 beschränkt sind, zum anderen an der Anzahl der Cores. Die Preise pro Socket seien für den traditionellen ISV und OEM-Markt gedacht, diejenigen pro Core für die industrielle Anwendung und den embedded Markt.

Suse hat bei der Konferenz in Washington auch eine SLES-Version für den ARM-basierten Raspberry PI3 vorgestellt, die lässt sich als Image für SD-Karten fertig herunterladen und enthält eine einjährige Subskription ohne Support. Die Raspi-Variante bringt Wi-Fi, Bluetooth, HDMI, Ethernet und GPIO mit.

Update: Die Zertifizierungen für FIPS 140-2 und Security Common Criteria EAL4+ gilt nur für einige Konfigurationen und Module, nicht generell. Das wurde im Text geändert.

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