Susecon 2012: Lila Hunde statt grüner Geckos?
Die Keynotes des ersten Susecon-Tages gehörten Suse und den Hauptsponsoren Intel und IBM. Nach Nils Brauckmann (seit der Attachmate-Übernahme Präsident und General Manager bei Suse) kamen Dirk Hohndel von Intel und Doug Balog auf die Bühne.
Nach der Begrüßung und Einführung standen die Keynotes auf dem Programm der Susecon 2012. Nils Brauckmann nahm sich dabei die Zeit, die Firma, Geschichte und Produkte von Suse vorzustellen und nannte auch Zahlen. Im letzten Geschäftsjahr habe man 215 Millionen Dollar Umsatz gemacht, für das nächste Fiskaljahr peile man 225 an. Dabei sei Europa die erfolgreichste Region, wobei aber auch die Amerikas schon mit 40 Prozent betrugen. Überraschend für viele ist der Erfolg, den Suse in China hat, wo man Brauckmann zufolge Marktführer sei.
Eine Einführung in Suse für den amerikanischen Markt
In einer langen Liste von Einsatzgebieten, die von Raumfahrt und Rüstung über SAP, Embedded, Automotive, Cloud und HPC bis zu Mainframes reichte, zeigte er den Anwesenden die seiner Meinung nach stärksten Gebiete des grünen Linux-Vendors. Unter dem Motto "We adapt, you succeed" stünde dann auch nicht nur die Susecon, sondern auch die ganze Produktpalette von Suse. Offen in alle Richtungen, arbeite man auch mit Microsoft und SAP zusammen, um dem Kunden die "wirklich freie Wahl ohne Vendor-Lock-In" zu geben. Brauckmann erklärte dabei, man werde nicht in "irgendwelchen schicken Kram investieren, nur weil der gerade in ist", sondern sich auf die Bedürfnisse der Kunden konzentrieren und dafür weiter Manpower, Support, Vertrieb und Marketing aufbauen, aber auch freie Community-Projekte wie Open Suse oder Open Stack unterstützen. Aus denen kämen schließlich immer wieder "wichtige Impulse" für die Enterprise-Produkte.
Allerdings werde man sich auf wachsende Märkte konzentrieren, zum Beispiel auf Linux (plus 15 Prozent) oder die Cloud, die mit Brauckmann zufolge bis 2016 mit gut 40 Prozent Wachtumspotenzial für Softwarefirmen aufwarten kann. Dafür gibt es drei Säulen bei Suse: Cloud-Infrastruktur, Enterprise Linux und Integrierte Systeme (zum Beispiel für das Gesundheitswesen, aber auch integrierte Storage-Geräte).
"Lieber ein lila Hund, der auch mal bellt, als ein schweigendes Chamäleon!" Nils Brauckmann auf der Susecon.
Suse soll bissiger werden - und präsenter!
Sehr wichtig sei ihm aber, dass Suse sein Image und die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit verbessere, auch und gerade in Amerika ist die Firma kaum präsent. "Lieber ein lila Hund, der auch mal bellt, als ein schweigendes grünes Chamaelon!" scherzt er. In fünf Jahren wolle man deutlich lauter, aggressiver und sichtbarer am Markt agieren und sich auch im PaaS- und Distributed-Storage-Bereich einen Namen gemacht haben, kündigt der CEO an.
Keynotes von Intel und IBM
Das konnte auch Dirk Hohndel, Intels Chief Linux and Open Source Technologist bestätigen, der die zweite Keynote hielt und die gute Zusammenarbeit zwischen Suse und Intel pries, aber auch die atemberaubenden Entwicklungen der letzten Jahre von Intel und Linux lobte. "Unsere Ultrabooks booten mittlerweile unter 2 Sekunden, man klappt quasi den Deckel hoch und hat schon die grafische Oberfläche da", erklärt der Ex-Suse-CTO.
Die dritte Keynote kam von IBMs General Manager für die Z-Series Douglas Balog, der die Fähigkeiten von Linux und Suse im besonderen auf Mainframes pries, und die Zuschauer aufforderte, sich im Showcase-Room der Susecon selbst ein Bild zu machen. IBM hat Watson "mitgebracht", an ihrem Stand können die Besucher eine Runde Jeopardy gegen den Supercomputer spielen.





