Suse Cloud 1.0 veröffentlicht
Auf der Cloud Computing Conference CloudOpen in San Diego stellt der amerikanisch-deutsche Linux-Distributor die erste stabile Version seiner Enterprise-Cloud-Management-Suite vor.
Seit Anfang des Jahres war Suses Cloud-Produkt als Preview im Suse Studio verfügbar (ein Vorabtest findet sich im Linux-Magazin 01/12), heute wird der Linux-Distributor die erste stabile Version der Softwaresuite Suse Cloud vorstellen, die private Wolken für Unternehmen managen soll. Man habe in den letzten Monaten verstärkt daran gearbeitet, die Software "enterprise-ready" zu machen, teilte Michael Jores, Regional Director Central Europe bei SUSE, dem Linux-Magazin mit. Dazu gehören die Verbesserung und Erweiterung des automatischen Deployments, aber auch die Qualitätssicherung und Härtung der Software.
Brecheisen: Crowbar deployed Nodes
Die Suite vereint Open Stack, Suse Manager und integriert das Suse Studio. Dazu kam in den letzten Monaten auch die ursprünglich von Dell entwickelte Software fürs automatische Deployment von Linux-Systemen Crowbar, mit der sich einfach weitere Hypervisor-Knoten per Netzwerkboot zur eigenen Infrastruktur hinzufügen lassen.
Essex und Folsom
Auch Suse setzt dabei auf Open Stack und ist Platin-Sponsor der Foundation. Die Suse Cloud 1.0 baut auf Open Stack "Essex", ab der nächsten Ausgabe "Folsom" werde man auch aktive Beiträge zu dem Cloud-Projekt beisteuern. Während die heute vorgestellte Software "nur" KVM und XEN unterstützt, wird die Version 2.0 (die dann auf "Folsom" basiert) "hypervisor-transparent" und auch VMware-Server managen können, kündigt Jores an. Dann werde es ebenfalls möglich, neben der privaten Cloud auch externe Maschinen aus public Clouds einzubinden, zum Beispiel aus Amazons EC2-Wolke.
Suse sieht in Open Stack offenbar großes Potenzial, Jores verweist auf die vielen Teilnehmer an dem Projekt, dass darunter auch zahlreiche große Unternehmen sind, ist für ihn eine "breite Basis, die das Zeug hat, in der Infrastruktur fürs Cloud Computing das zu wiederholen, was Linux auf dem Betriebssystemmarkt erreicht hat". Die Open Stack Foundation könne dabei eine ähnliche Rolle einnehmen wie die Linux Foundation für das freie OS.





