Sun Microsystems kann in seinem aktuellen Quartalsbericht zum vierten Mal in Folge Gewinne verbuchen.
Das Unternehmen legte den Bericht für sein erstes Geschäftsquartal 2008 vor, das am 30. September 2007 endete. Die Umsätze betrugen 3,21 Milliarden US-Dollar, ein Wachstum von rund einem Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal mit 3,18 Milliarden Euro. Der Nettogewinn auf Basis der amerikanischen GAAP-Vorschriften beträgt 89 Millionen US-Dollar, umgerechnet 3 US-Cent pro Anteil. Im Vorjahr waren dies noch 56 Millionen US-Dollar Verlust.
Jonathan Schwartz hatte den Posten als Chief Executive Officer (CEO) im April 2006 von Unternehmensgründer Scott McNealy übernommen und seitdem das Unternehmen auf Open-Source-Kurs geführt. Er kommentiert: "Wir haben anhaltende Betriebsdisziplin gezeigt und ein sehr solides erstes Quartal 2008 hingelegt, mit fortgesetztem Anstieg bei Umsätzen, Profitabilität und Rohgewinn." Für das Wachstum verantwortlich sieht er vor allem die hochpreisigen High-End-Systeme und die Software-Abonnements für Identity Management.
Als größten Erfolgsfaktor des Unternehmens bezeichnet er das Betriebssystem Solaris 10 und die damit verbundenen Virtualisierungslösungen. In seinem Blog kündigt Schwartz gleichzeitig an, dass Sun für die neue Google-Mobilplattform Android die erste Entwicklerplattform liefern will, als Basis soll die hauseigene Entwicklungsumgebung für Mobilgeräte auf Java-Basis NetBeans dienen.
Die Börse reagierte auf den Quartalsbericht mit einem leichten Kursanstieg: Die Aktie wurde bei Börsenschluß mit 5,71 US-Dollar gehandelt, 11 US-Cent mehr als am Vortag. Im August änderte Sun seine NASDAQ-Börsenkennung von SUNW zu JAVA, um damit die strategische Ausrichtung auf die Technologie Java zu verdeutlichen (Linux-Magazin Online berichtete).
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