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Sun-Microsoft-Deal: Zum Wohle von Community und Marktanteil

Sun profitiert von der Microsoft-Kooperation und in der Folge profitiert die Community von Sun. Zu der Schlussfolgerung kommt ein Kommentar auf einer amerikanischen Business-Plattform. Suns Open-Source-Chef Simon Phipps ist damit einverstanden.

Der Kommentar gibt sich zunächst pragmatisch: Egal ob man mit oder ohne Microsoft-Produkte leben wolle, man müsse mit ihrer Präsenz überall irgendwie umgehen. Dann will der Autor die Parteien versöhnen: "Jeder Schritt von Microsoft in die Richtung, dass Windows in virtualisierten Umgebungen eingesetzt werden kann, wird auch Linux zu Gute kommen." Und, jubelt er, das Projekt Virginia sei ja selbst Open Source. Er endet damit, dass Sun seine Feinde aus rein strategischen Gründen nahe bei sich halte.

Der Open-Source-Chef von Sun, Simon Phipps, bezieht sich in seinem Blog auf diesen Kommentar und bekräftigt, dass Sun letzten Endes eine Open-Source-Strategie verfolge. Er meint, ein spannungsvolles Verhältnis zu IBM und Microsoft sei besser als gar kein Verhältnis, und die Zukunft von Sun sei Open Source.

Der Autor des Kommentars, Unix-Systemarchitekt an der amerikanischen Universität Portland für Maschinenbau und Computerwissenschaften, und der Community-Koordinator bei Sun unterstellen dem Sun-CEO Jonathan Schwartz, dass alles zum Wohle von Open Source und nur zur Not zusammen mit Microsoft geschieht. Bei Jonathan Schwartz hört sich das weniger ideologisch an. Der Sun-CEO hatte sich im September in seinem Blog zur Zusammenarbeit von Sun und Microsoft geäußert und mit Bestimmtheit argumentiert, dass Sun schlicht seine Marktanteile erhöhen wolle. Er sah die Zukunft von Sun als Cross-Platform-Softwareentwickler ohne Identitätskonflikt und als weltweit größter Open-Source-Beiträger gleichermaßen.

Virginia ist der Name für ein Sun-Projekt, in dem die bisherigen Virtualisierungsbestrebungen zusammengefasst und einheitlich verwaltet werden. Hierfür arbeitet Sun mit Microsoft zusammen, damit Microsoft unter Solaris virtualisiert werden kann und umgekehrt. Dazu gehört das von Sun getragene Virtualisierung- und Datencenter-Paket Openxvm, das ein Java-Projekt, das Opensolaris-Xenprojekt und das Opensolaris-Ldoms-Projekt unter einem Dach vereint. Aus der Xvm-Reihe hat Sun bereits eine kommerzielle Software zur Verwaltung von Datencentern für Januar angekündigt (Linux-Magazin Online berichtete).

(Anika Kehrer)
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