Open Source im professionellen Einsatz

Stressfreie Handelsmarke

05.03.2013

Debian darf laut seiner neuen Marken-Lizensierungs-Richtlinie nun auch im kommerziellen Zusammenhang verwendet werden - wenn auch nicht in allen Fällen.

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Unterstützt von den Organisationen SPI (Software in the Public Interest) und SFLC (Software Freedom Law Center) hat das Debian-Projekt seine Richtlinien zur Markennutzung so gestaltet, dass eine kommerzielle Nutzung möglich ist. Zugleich achtet die neue Richtlinie darauf, das Markenzeichen nicht missbräuchlich zu verwenden.

So ist zum Beispiel ohne vorherige Erlaubnis eine kommerzielle Verwendung in Werbeartikeln erlaubt. In diesem Fall ermuntert das Projekt die Verkäufer allerdings dazu, einen Teil der Einnahmen an das Debian-Projekt zu spenden und diesen Anteil anzugeben. Der Einsatz des Markenzeichens auf "fehlleitende und falsche Weise" und eine "nicht wahrheitsgemäße Werbung" sind hingegen untersagt.

"Wir alle wollen bekannte Projektnamen in der Werbung für freie Software sehen, aber wir können es nicht riskieren, dass die Benutzer mit ihrer Hilfe dazu verleitet werden, proprietäre Spyware herunterzuladen.", gibt Debians Projektleiter Stefano Zacchiroli zu bedenken. Das Projekt ermuntert seine Nutzer und Fans nun dazu, Wheezy-Werbeartikel herzustellen und gibt auch gleich einen Link zum Artwork an.

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