Open Source im professionellen Einsatz

Strato bringt Loadbalancer für Server Cloud

31.03.2014

Für seinen Cloud-Service Strato Server Cloud, in dem sich nach virtuellen Maschinen unter Linux jetzt auch solche mit dem Windows-Server-2012-R2-Betriebssystem anlegen lassen, bietet der bekannte Hoster jetzt auch Features für Hochverfügbarkeit und Lastverteilung.

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Neu ist zum einen eine Cluster-IP-Adresse, die unter zwei oder mehreren Servern in einem Aktiv-Passiv-Setup immer der aktiven Maschine zugeteilt werden kann. Ohne Aufpreis ist so ein schnelles Umschalten nach einem Ausfall oder während Wartungsarbeiten möglich. Ein solches Failover, das mit Windows- und Linux-VMs funktioniert, lässt sich natürlich auch automatisieren. Dafür ist dann aber der Kunde verantwortlich, dem Strato an dieser Stelle lediglich die Infrastruktur und Skripte zum Umschalten der Adresse zur Verfügung stellt.

Die zweite Neuerung ist ein selbst entwickelter Software-Loadbalancer, der einer Reihe von Servern vorgeschaltet werden kann, auf die er dann nach einer wählbaren Gewichtung die Last verteilt. Dieses Feature ist ab 39 Euro pro Monat buchbar. Es unterstützt alle verbindungsorientierten Dienste, die einen TCP-Port für die Kommunikation verwenden (beispielsweise SMTP, IMAP, HTTP/HTTPS und so weiter). Der Loadbalancer ist zudem mit der Cluster-IP kombinierbar, indem er beispielsweise eine Webserver-Farm managt, in deren Backend ein Datenbank-Cluster werkelt.

Strato zielt mit diesem Angebot auf Selbstständige oder kleinere Mittelständler, die über das entsprechende Know-how verfügen und sich mit diesen Diensten für relativ wenig Geld eine hoch verfügbare und gut skalierbare Serverlandschaft aufbauen können.

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