Open Source im professionellen Einsatz

Steam Machines im Handel

12.11.2015

Valve hat nun den Verkauf seiner Steam Machines offiziell gestartet. Laut Webseite bieten bislang drei Anbieter Variationen der Spiele-PCs mit Steam-OS an. Interessant für Linuxer: Im Hintergrund läuft ein Debian mit Gnome-Desktop.

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Nach dem Bootvorgang starten Valves Spielerechner standardmäßig die hauseigene Steam-Plattform. Über sie lassen sich Spiele starten und über eine Zusatzhardware namens Steam Link auch auf den TV-Schirm streamen. Zwar laufen mittlerweile rund 1500 Spiele auf Linux, doch vor allem große Titel wie GTA oder Call of Duty sind noch nicht portiert. Im Hintergrund der Steam Machine läuft jedoch ein Debian mit Gnome-Desktop, auf dass der Anwender bei Bedarf Zugriff hat.

Die Steam Machine von Zotac trägt den Namen Nen (SN970), hat eine Nvidia Geforce GTX 960 an Bord und läuft, angeblich sehr leise, auf einem Intel-Core-i5-6400T-Prozessor (Skylake). Sie verfügt über 8 GByte RAM und eine 1-TByte-Festplatte, mit zur Lieferung gehört ein Steam Controller. Wer die Maschine allerdings kaufen möchte, muss in Deutschland allerdings noch etwas suchen, Zotac gibt verschiedene Bezugsquellen an und nennt einen Preis von 1100 Euro. Wir fanden nur einen Anbieter, der das Gerät für 1200 Euro vorrätig hat.

Die Steam Machine von Alienware gibt es gleich in mehreren Ausführungen und mit einer Preisspanne von 500 Euro bis 780 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer und Versand. Die Prozessorenpalette reicht vom Intel Core i3 bis zum Core i7, als Grafikkarten kommen Nvidias Geforce GTX 860M zum Einsatz. Im Gegensatz zur Nen lassen sich die Steam Machines von Alienware bei unterschiedlichen Anbietern ordern, Alienware selbst verweist auf Dell.

Auch Syber bietet gleich drei Varianten der Steam Machine an, aktuell aber offenbar nur für den amerikanischen Markt. Die günstigste Maschine kostet 500 US-Dollar (Steam Machine I) und bringt einen Intel Core i3, 4 GByte RAM sowie eine Nvidia Geforce GTX 750 mit. Die teuerste Ausführung (Steam Machine X) schlägt mit 1420 US-Dollar zu Buche, verfügt über einen Core i7 und eine Geforce GTX 980 mit 16 GByte Hauptspeicher.

Neben den Steam Machines lassen sich für jeweils 55 Euro ein Steam Controller und Steam Link erwerben. Wer plant, künftig auch die VR-Technologie von Valve zu verwenden, sollte vermutlich eher eine der Highend-Varianten ins Auge fassen. Was generell fehlt, ist eine Webseite, die übersichtlich sämtliche Anbieter und Daten zu den verschiedenen Steam Machines übersichtlich. Das würde potenziellen Käufern das recht ermüdende Suchen und Vergleichen ersparen.

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