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Squid ClamAV 5.0 scannt alles und hilft paketieren

In der neuen Hauptversion des Virenscanners für den Webproxy Squid hat der Entwickler Gilles Darold Eigenschaften erweitert und Entwicklerhilfen eingebaut.

Als Default-Einstellung scannt Squid ClamAV nun alle Downloads. Der Admin stellt nur noch ein, was nicht gescannt werden braucht, wobei die Konfigurationsdatei einige Vorschläge zur Hilfestellung bereit hält. Darüber hinaus kann der Admin neuerdings einzelne User ("trustuser") oder einzelne Clients ("trustclient") festlegen, die Scans abbrechen dürfen. Admins dürfen jetzt zudem Extended Regular Expressions verwenden. Als Ergebnis eines Feature Requests kann Squid ClamAV schließlich Failover auf bis zu fünf Clamd-IP-Adressen durchführen.

Für Entwickler hat der Autor Gilles Darold, der seit Jahren in der Community aktiv ist und an diversen Projekten arbeitet, Build- und Paketierungshilfen hinzugefügt. Der herunterladbare Tarball enthält das neue Verzeichnis "Packages/", in dem Hilfsdateien zum Paketieren für Debian, Slackware und RPM bereit liegen. Die neue Datei "bootstrap.sh" soll helfen, den Buildprozess anzupassen.

Die GPLv3-Software liegt auf der neuen, Anfang Februar 2010 eingeführten Projektwebseite zum Download bereit. Version 5.0 von Squid ClamAV ist nicht abwärtskompatibel mit alten Konfigurationsdateien, warnen die Release Notes. Die letzte Major-Version 4.0 stammt von März 2009 und führte die Trust-Cache-Option ein, bei der Squid ClamAV HTTP-Seiten nicht scannt, wenn sie sich bereits im Squid-Cache befinden.

(Anika Kehrer)
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