Open Source im professionellen Einsatz

Sorgen um die Java-Zukunft

09.03.2016

Nachdem im Herbst letzten Jahres zuerst eine ganze Reihe Java-Evangelisten und dann auch der Vice President for Development bei Oracle, Cameron Purdy, ihren Hut nehmen mussten, leben nun die Sorgen um die Java-Zukunft wieder auf, weil sich die Anzeichen mehren, dass auch JavaFX keine große Zukunft mehr bei Oracle hat.

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Die Webseite mit der Roadmap von JavaFX ist seit Monaten nicht mehr erreichbar. Deshalb ist der Interessenverbund der Java User Groups e.V. (IJUG) nach eigenem Bekunden besorgt, dass JavaFX auf Dauer nicht mehr unterstützt wird. Viele Java-Entwickler seien verunsichert, ob sie bei ihren Projekten weiterhin auf JavaFX setzen sollen. Dazu kommt die  Einstellung des JavaFX-Supports auf der ARM Embedded Platform, die  weltweit zu den meistverbreiteten Mikroprozessor-Plattformen zählt. Auch der JavaFX Scene Builder, ein visuelles Layout-Tool für JavaFX-Anwendungen, wird von Oracle nicht mehr zum Download angeboten.

"In den vergangenen Jahren hat Oracle eindeutig kommuniziert, dass man im Embedded-Umfeld mit Java punkten möchte", sagt Tobias Frech, Vorstand des IJUG. "Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob die Abkündigung von JavaFX auf der ARM Embedded Platform das Resultat anderer strategischer Änderungen bei Oracle bezüglich Java ist." Oracle seinerseits verweist auf das Open-Source-Project JavaFX, das man ja bei Interesse unterstützen könne.

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