Open Source im professionellen Einsatz

Solus 3 veröffentlicht

17.08.2017

Die Entwickler der Distribution Solus 3 haben eine neue Version veröffentlicht. Diese aktualisiert nicht nur die Pakete, sondern bringt auch einen verbesserten Budgie-Desktop mit. Solus 3 kann zudem mit Snap-Paketen umgehen und verwendet ein angepasstes Release-Modell.

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Solus ist eigentlich eine Rolling-Release-Distribution, die sich selbst immer auf dem aktuellen Stand hält. Wie die Entwickler in der offiziellen Ankündigung schreiben, sei Solus 3 jedoch erstmals ein „Release“. Ab sofort sollen die Startmedien nicht mehr "Schnappschüsse" der Distribution sein, sondern ausschließlich als „Releases“ erscheinen, die jeweils größere Funktionen und Änderungen mitbringen. Nach der Installation erhalten Nutzer aber weiterhin ein Rolling-Release-System.

In Solus 3 haben die Entwickler zahlreiche Softwarepakete aktualisiert. So erhalten Anwender Firefox 55.0.1, LibreOffice 5.4.0.3, Rhythmbox 3.4.1 und Thunderbird 52.2.1. Im Hintergrund werkelt jetzt der Linux-Kernel 4.12.7. Wer den bislang eingesetzten „linux-lts“ Kernel verwendet, erhält für ihn weiterhin Updates, das nächste ist für den September angesetzt. Medien spielt MPV 0.12 und in der Mate-Edition VLC 2.2.6 ab. Der Distribution liegt Ffmpeg 3.3.3 bei, das unter anderem Verbesserungen beim Opus-Codec und neue Filter bietet.

Solus 3 unterstützt das maßgeblich von Canonical entwickelte Snap-Paketformat. In diesem Zug haben die Solus-Entwickler die Sicherheitstechnik AppArmor aktiviert. Solus 3 bindet standardmäßig Bluetooth-Eingabegräte ein. Nutzer von drahtlosen Logitech-Tastaturen können diese jetzt auch beim Bootvorgang bei der Passworteingabe beim Zugriff auf ein LVM/LUKS-Root-Dateisystem einsetzen.

Vielen Neuerungen gab es auch bei der standardmäßig verwendeten Desktop-Umgebung Budgie, die jetzt in Version 10.4 vorliegt. Ihr haben die Entwickler auch ein neues Standard-Theme übergestülpt.

Neu ist das „Night Light“ Applet, das automatisch die Bildschirmhelligkeit und die Bildschirmfarbe zu vorgegebenen Zeiten ändert. Auf diese Weise sollen insbesondere in den Abendstunden die Augen geschont werden. Die Farbtemperatur und die Zeiten können Anwender selbst vorgeben.

Das Panel ist standardmäßig vom oberen an den unteren Rand gewandert. Anwender können nicht nur das alte Verhalten wieder herstellen, sondern auch erstmals Panels am linken und rechten Bildschirmrand anlegen. Des Weiteren verwandelt Budgie ein Panel auf Wunsch in ein Dock, das dem Vorbild aus macOS ähnelt.

Die Suchfunktion im Startmenü geht jetzt intelligenter zu Werke. Budgie 10.4 zeigt zudem eine Animation beim Maximieren eines Fensters. Der Task-Switcher hinter [Alt]+[Tab] nutzt, wenn möglich, die Symbole des Themes. Alle Systemeinstellungen sammelt zudem ab sofort eine eigene Anwendung.

Neben Solus 3 mit Budgie-Desktop gibt es noch Varianten mit Gnome- und Mate-Desktop. Sämtliche Neuerungen listet die offizielle Ankündigung auf.

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