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Sierra Wireless bringt Linux-Entwicklungssoftware

Der Hersteller von Embedded Hardware Sierra Wireless veröffentlicht für seine 3G-Wireless-Module ein Software-Entwicklungs-Paket (SDK) für Linux-Entwickler.

Dieses Software Development Kit unterstützt sowohl CDMA- wie UMTS-Technologie und ist für die Entwicklungsabteilungen von Hardware-Herstellern (OEM) gedacht, die Embedded-Produkte einsetzen. Als zweite Zielgruppe nennt das Unternehmen mit Sitz im kanadischen Vancouver Software-Händler, die auf Mobilfunkanbieter spezialisiert sind. Das SDK soll die Anwendungsentwicklung für zahlreiche Funktechnologie-Produkte aus der Palette des Herstellers unterstützen. Beispiele hierfür sind die Modems „AirCard“, „Compass“ oder auch die PCI-Express-Minikarten-Modems. Als Anwendungsbereiche für die Applikationen nennt der Hersteller Mobilgeräte, Verkaufsautomaten, Flottenmanagement-Systeme oder so genannte Machine-to-Machine (M2M)-Systeme. Dieser Begriff umschreibt eine Technologie, in der Maschinen ohne den Einsatz von Festnetzen miteinander kommunizieren.

Mit dabei im Sierra Wireless Linux SDK ist die Programmierschnittstelle (API), Beispielanwendungen, Dienstprogramm und Dokumentation. Laut Herstellerinformation erhalten die Anwender außerdem Zugang zu der Sierra Wireless Command und Status-API inklusive der Sprachkommandos und Datenverbindungen. Für die Entwickler hat das Unternehmen eine eigene Webseite eingerichtet, für die ein Login notwendig ist. Laut Informationen der Hardwareplattform Linux Devices basiert das Entwicklertool auf Ubuntu- und Debian-Referenzdesign. X86-Plattformen unter Ubuntu 8.04 werden unterstützt, 256 MB RAM und 3 Gigabyte freier Speicherplatz sind die Mindestanforderungen an das-System.

Anfang Dezember hatte das Unternehmen mit Sitz in Kanada die Übernahme des französischen Unternehmens Wavecom, spezialisiert auf M2M-Applikationen, bekanntgegeben. Der Kaufpreis wurde auf 218 Millionen Euro beziffert. Mit der Akquisition will Sierra Wireless seine Position im europäischen und asiatischen Markt stärken.

(Britta Wülfing)
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