Open Source im professionellen Einsatz

Shuttleworth: Ubuntu Unity setzt auf Wayland statt X.org

05.11.2010

Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth hat nach der geplanten Umstellung von Ubuntu auf den Unity-Desktop einen weiteren Paukenschlag getan: Unity soll auf den OpenGL-Display-Manager Wayland umgestellt werden.

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Für Mark Shuttleworth ist die zeitige Umstellung auf Wayland und damit weg vom X-Server ein strategisches Ziel. Anpassungen, die für Touch-Funktionen und andere Eingabemethoden nötig seien, sollen ohne Umwege in das Wayland-Projekt einfließen, so der Ubuntu-Mäzen. Für X-basierte Anwendungen soll es - da sei er zuversichtlich - einen Kompatibilitätsmodus geben, heißt es in seinem Blogbeitrag. Die Umstellung werde also die Welt der freien Desktop-Software nicht umkrempeln, versucht Shuttleworth zu beruhigen. Auch müsse nicht jeder sofort seine Anwendungen umstellen, es werde weiterhin Investitionen in die 2D-Displaytechnik von Ubuntu geben, obwohl er Unity für das beste Desktop-Interface halte.

Gnome und KDE will Shuttleworth bei der Umstellung unterstützen. Über den Zeitrahmen ist er sich nicht ganz schlüssig. Er hält es zwar für möglich, quot;irgendwas" in sechs Monaten auf die Beine zu stellen, ein Jahr sei aber eine realistischere Zeit. Bis das ganze Umfeld umgestellt sei, könne es auch vier bis fünf Jahre dauern. Das Projekt Wayland jedenfalls will Shuttleworth großzügig unterstützen und dies ab sofort. Es sei wichtig, jetzt ein definitives Statement für Wayland abzugeben, was hiermit geschehen sei, so Shuttleworth.

Dem X-System bescheinigt Shuttleworth ebenfalls eine Zukunft. Unity solle aber mit tollen Grafiken und Effekten prunken können, und es sei seiner Meinung nach zu aufwändig, dies mit X zu erreichen.

Es habe ebenfalls Gespräche mit proprietären Anbietern gegeben. Auch die Möglichkeit, einen eigenen Display-Manager zu entwickeln, sei erörtert worden, erläutert der Canonical-Gründer. Trotz einiger Baustellen sei Wayland die Technologie der Wahl.

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