Server-Side Akonadi: Kolab 3 kommt im Herbst
Am Rande der Akademy der KDE-Entwickler in Tallinn war es schon zu hören: Rund ums Thema Groupware tut sich was in der Desktop-Community. Zum einen soll KDE SC 4.9 endlich ein vollständig funktionierendes Kontact mitbringen, zum anderen gaben die Entwickler bekannt, Kolab 3.0 solle im Herbst diesen Jahres erscheinen.
Unter dem Titel "Update, Überblick und Release Pläne" hat Kolab-Entwickler Georg Greve in seinem Blog jetzt den aktuellen Stand und die weitere Entwicklung des beliebten Groupwareservers skizziert. Ursprünglich für Mai 2012 geplant, wird der jetzt erst im Herbst erscheinen, weil sich "die üblichen Verdächtigen" mal wieder zusammengetan hätten, so Greve. "Mehr Arbeit als erwartet, weniger Hilfe als erhofft und unerwartete Unterbrechungen" hätten zu der Verzögerung geführt, aber jetzt sei man fast fertig.
Roundcube statt Horde, Akonadi auch auf dem Server
Neben dem neuen Webfrontend (basiert jetzt auf Roundcube, nicht mehr Horde) und einer verbesserten Anbindung von KDE 4 (ab 4.9) standen da der Relaunch der Webseite, zahlreiche IRC-Meetings und die zwischenzeitliche Veröffentlichung von Kolab 2.4 auf der Liste. Systemarchitekt Jeroen van Meeuwen und Maintainer Cristoph Wickert hätten dabei vor allem an der Skalierbarkeit, der LDAP-Integration und dem Ressourcenmanagement gearbeitet, schreibt Greve in seinem Blog. Von der ebenfalls neuen REST-API profitieren vor allem Roundcube und das neue Admin-GUI.
In der neuen Struktur der Kolab-Groupware findet sich auch der Akonadi Control Server. (Bild: Kolab.org)
Besonders hervor hebt Greve jedoch das neue Konzept des "Server-Side Akonadi" hervor, das es dem Groupware-Server erlaube, geradezu "magische" Dinge zu tun, dabei aber nicht zwingend verwendet werden müsse. Der Akonadi Control Server klinkt sich dabei zwischen die Clients, cached und indiziert die Daten und soll so offenbar für einen deutlichen Geschwindigkeitszuwachs sorgen. Außerdem arbeiten die Entwickler mit Owncloud zusammen, um den Usern auch von einer Cloudsoftware gemanagte Datendienste anbieten zu können.
Online Demo und Sprint
Wer sich heute bereits ein Bild vom aktuellen Kolab-Stand machen will, sollte sich die Online-Demo anschauen, die sich allerdings nach dem Developer Sprint Ende Juli in Berlin noch einmal deutlich verbessert präsentieren dürfte.





