Open Source im professionellen Einsatz

Server-Kunden kaufen mehr für weniger Geld

27.02.2009

Laut IDCs Quartalsbericht für Q IV/2008 hält die Nachfrage nach Server-Hardware an, wenn auch ausnahmslos Umsatzeinbußen zu verzeichnen sind.

294

Wie schon im letzten Quartal sank auch im vierten Quartal 2008 der Umsatz mit Servern, diesmal um satte 14 Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2007, auf rund 14 Milliarden US-Dollar. Für das gesamte Jahr 2008 verzeichnen die Markforscher eine Umsatzsenkung von gut drei Prozent auf gut 53 Milliarden. Die Zahl der ausgelieferten Maschinen betrug etwas über acht Millionen, sie stieg um zwei Prozent. Laut IDC ist das das erste Mal, dass innerhalb eines Jahres die verkauften Server über die acht-Millionen-Marke klettern - laut den Analysten ein positives Zeichen für die Nachfrage, und zwar trotz Virtualisierungstrend.

Der Anteil an Linux-Servern hat sich ganz leicht erhöht: Gut einen Prozentpunkt mehr (14 Prozent) zählen die Analysten gegenüber dem vierten Quartal 2007. Der Umsatz sank allerdings um sieben Prozent auf knapp zwei Milliarden US-Dollar. An den Gesamtausgaben für Server im vierten Quartal halten Unix-Server ebenso knapp die Nase vorn vor Windows-Servern: Gut 36 Prozent der Ausgaben flossen in Unix-Server und gut 35 Prozent in Microsoft. Sowohl Unix- als auch Windows-Serveranbieter nahmen knapp fünf Milliarden Dollar ein. Weil Unix-Server ihren Marktanteil leicht erhöhten, bescheinigen ihnen die IDCs anhaltende Investitionen, auch wenn der Umsatz im vierten Quartal 2007 noch etwas mehr als fünf Milliarden betragen hatte.

Alle Top-Server-Verkäufer mussten Umsatzrückgänge hinnehmen, auch ein Phänomen, das eher selten auftritt - zum letzten Mal 2002, sagt IDC. IBM bleibt erster, hält rund 36 Prozent Marktanteil und verdiente im Vergleich zum Vorjahresquartal 15 Prozent weniger. Auf dem zweiten und dritten Platz stehen HP mit 30 Prozent und Dell mit 11 Prozent Marktanteil, mit Umsatzrückgängen jeweils um die zehn Prozent. Der am wenigsten hat, verlor auch noch am meisten: Sun hält gut neun Prozent des Servermarktes, verlor aber 14 Prozent Umsatz.

Weitere Details zum Beispiel zu Produktgruppen enthält die Meldung bei IDC.

Ähnliche Artikel

  • IDC: Mehr Umsatz mit Linux-Servern im Quartal IV/2007

    Sowohl Linux-Server als auch Unix- und Windows-Systeme legten im vierten Quartal 2007 zu. Das zeige, dass sie gleichermaßen gefragt und echte Konkurrenten sind, meint IDC.

  • IDC: Servermarkt schrumpft weiter

    Der Umsatz mit Server-Hardware sank im zweiten Quartal 2009 gegenüber 2008 um 30 Prozent auf knapp zehn Milliarden US-Dollar, genauer gesagt 9,8 Milliarden. Das ist noch mal etwas weniger als im vorangegangenen Quartal.

  • Linux-Servermarkt wächst weiter

    Der weltweite Servermarkt wächst, und Linux-Server haben weiter erheblichen Anteil daran: Zum fünften Mal in Folge erreichen Linux-Serververkäufe im zweiten Quartal 2007 zweistellige Wachstumsraten.

  • Q3 2009: Bladeserver und x86-Plattform führen Servermarkt an

    Mit 1 Prozent Wachstum lassen die Bladeserver alle anderen Segmente hinter sich, die einmal mehr Einbrüche wegsteckten. Doch IDC sieht Licht am Ende des Tunnels: Seit dem schwarzen Ende von 2008 zeigt die Umsatzkurve auf dem weltweiten Servermarkt überhaupt einmal wieder nach oben.

  • Gartner: Mehr verkaufte Server bringen weniger Umsatz

    Der US-Marktforscher Gartner hat den weltweiten Servermarkt für das dritte Quartal 2008 analysiert und kommt im Vergleich zum Vorjahresquartal zum Ergebnis: Trotz rund 4 Prozent Wachstum bei den Verkäufen sinken die Umsätze um rund 5 Prozent.

comments powered by Disqus

Stellenmarkt

Artikelserien und interessante Workshops aus dem Magazin können Sie hier als Bundle erwerben.