Sechs Chipmacher treten HSA Foundation bei
Das junge Konsortium für eine offene "Heterogeneous System Architecture" (HSA) ist um sechs auf elf Mitglieder angewachsen. Es will Standards für die Verbindung von CPUs und GPUs auf einem Chip erarbeiten.
Das neue Mitglied Apical zum Beispiel hat seinen Sitz in London und verdient sein Geld mit Chips und Firmware für die digitale Bildverarbeitung, etwa für Smartphone-Bildschirme oder Kameras. Arteris aus dem Silicon Valley verkauft unter dem Namen "Network on Chip" Verfahren, die die Kommunikation der Elemente auf winzigen Ein-Chip-Systemen effizienter zu machen. Multicore Ware aus Cupertino stellt gegen Registrierung kostenfreie, aber nicht quelloffene Developertools und Bibliotheken für die und Parallelprogrammierung von CPUs und GPUs zur Verfügung. Die anderen drei neuen Mitglieder sind Sonics, Symbio und Vivante.
Motiv der HSAF: Im Laufe der Zeit übernehmen Einheiten Rechenaufgaben, die über die konventionelle alleinige CPU hinausgehen. Die HSA-Mitglieder wollen Mehrkernprogrammierung auch in hybriden CPU-GPU-Systemen vereinfachen und einheitlich gestalten.
Die nicht-profitorientierte HSA Foundation wurde vor einigen Wochen von AMD, ARM, Texas Instruments, Imagination und Mediatek ins Leben gerufen. Ziel sind Schnittstellen und Verfahrensspezifikationen zur Programmierung von hybriden CPU-GPU-Einchipsystemen, genannt "Heterogene Systemarchitektur". Die Ergebnisse sollen den Rang von Industriestandards haben und lizenzkostenfrei verfügbar sein. In ihren Developer-FAQ bezeichnet sich die Organisation als "nützlich" für Open-Source-Projekte, die immerhin explizit als FAQ-Item adressiert werden.
Interessierte beteiligen sich auf den Teilnahmeebenen Founder, Promoter, Supporter, Contributor, Associate oder akademischer Partner. Founder wird man nur auf Einladung und zahlt 125.000 US-Dollar pro Jahr. Auch akademische Partner suchen sich die Mitgklieder selbst aus, von ihnen wird 5.000 Dollar im Jahr erwartet. Als normales "Promoter"-Mitglied sind 75.000 im jahr fällig, wer weniger als 25 Millionen pro Jahr Umsatz macht, darf als "Supporter" nur 15.000 pro Jahr beisteuern. Wer was darf, erklärt diese Übersicht.





