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Scientific Linux arbeitet im Grid für Large Hadron Collider des CERN

Es ist in aller Munde: Das über 3 Milliarden Euro teure Wissenschaftsprojekt Large Hadron Collider des CERN. Das von CERN mitentwickelte Scientific Linux hilft beim Sortieren der Informationen.

Der riesige Teilchenbeschleuniger sucht unter anderem nach dem nur theoretisch vorhergesagten Higgs-Boson. Dazu werden Kerne von Wasserstoffatomen auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und zur Kollision gebracht. Ein Teilchendetektor zeichnet die entstehenden Spuren auf. Es fallen jährlich Daten in der Größenordnung von 15 Petabyte (15 Millionen GByte) an. Ein Grid, das LHC Computing Grid (LCG), besteht aus etwa 40.000 weltweit verstreuten CPUs, die Daten auswerten.

Auf den eingesetzten Macs und PCs kommt unter anderem ein von CERN angepasstes Scientific Linux zum Einsatz (zur Zeit Scientific Linux Cern 4). Das Wiki des LCG zeigt unter anderem, wie man die nötigen Systeme einrichtet und welche Anwendungen Teilnehmer des Grids benötigen.

Anders als der Name der Distribution vermuten lässt, handelt es sich bei Scientific Linux nicht um eine Distribution, die massiv Wissenschafts-Software versammelt. Vielmehr basiert sie auf dem Enterprise Linux von Red Hat. CERN, Fermilab und noch weitere Universitäten und Forschungseinrichtungen beteiligen sich an der Entwicklung der Linux-Distribution und passen sie den Bedürfnissen einer weltweiten Forscher-Community an. Vor einer Woche erschien die neue stabile Version 4.7 der Distribution.

Wer sich Scientific Linux einmal ansehen will, findet hier die Projektseite. Herunterladen kann man die Distribution in der Download-Sektion der Seite in Form eines ISO-Images. Wer sich für Linux am CERN interessiert, findet auf diesen Seiten weiterführende Informationen.

(Kristian Kißling)
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