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Samba-Entwickler in Microsofts Auftrag

Wie das Samba-Projekt berichtet, hat Microsoft den Entwickler Chris Hertel mit dem Schreiben einer Dokumentation beauftragt.

Die Nachricht eröffnet das brandneue Team-Blog des freien CIFS/SMB-Servers: „Wir haben jetzt ein Samba-Teammitglied, das bei Microsoft arbeitet!“, heißt es hier. Eigens für den Auftrag habe Hertel eine Beratungsfirma gegründet und „ein paar Leute“ eingestellt. Sein Unternehmen soll eine neue Protokoll-Dokumentation für den Druck- und Printserver für Windows-Clients erstellen. Das Ergebnis soll anschließend auf der Microsoft-Seite veröffentlicht und kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Das Samba-Team freut sich: „Das ist die erste Microsoft-finanzierte SMB/CIFS-Dokumentation, die ohne Beschränkungen zugänglich gemacht wird seit dem Entwurf der IETF-Spezifikation 1997.“ Der erste Teil mit rund 500 Seiten befasst sich mit der Implementierung des SMB-Protokolls in Windows NT, bis zur Freigabe wird es wohl noch ein paar Monate dauern.

Unabhängig davon berichten die Entwickler von „lebhaften Diskussionen“ zwischen Samba-Entwicklern und Microsoft, vor allem zum Thema Interoperabilität zwischen Samba 4 und Windows 2008. Der Entwickler Matthieu Patou habe "interessante" Bugs gefunden und behoben, so der Eintrag: "Eine falsch platzierte 0 oder das PAC an der falschen Stelle in einer Liste kann große Konsequenzen in der Welt der Active-Directory-Interoperabilität haben."

Künftig will das Projekt mit dem neuen Blog seine Leser vor allem über technische Neuerungen auf dem Laufenden halten. Konsequenterweise schließt der Eintrag mit dem Hinweis auf die jüngste Version Samba 3.0.36, die am 5. August freigegeben wurde.

(Britta Wülfing)
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Kommentare (1)
von
A. Rebentisch,
11.08.2009 12:03
Sehr schön
Es bewegt sich was in Sachen technischer Zusammenarbeit, das ist sehr schön. Ich erinnere mich noch gut wie leidenschaftlich Jeremy Allison von Samba in Genf für Offene Standards eintrat. Das Projekt Samba hat in der Vergangenheit seine Erfahrungen mit (mutwilligen) Interoperabilitätsproblemen machen müssen. Sogar die europäischen Wettbewerbsbehörden mussten eingreifen. Letzten Endes ist es der Wille aller Anwender, dass alles ohne Probleme zusammen arbeitet, ganz gleich aus welcher Werkstatt es kommt, und mangelnde Interoperabilität nicht unsere wertvolle Zeit stiehlt.