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Samba 4 Beta gegen Ende 2008

Auf der Konferenz SambaXP hat Andrew Bartlett den aktuellen Stand der "Forschungsversion 4.0" von Samba vorgestellt. Daneben rief er Entwickler und Anwender auf, das Projekt zu unterstützen.

Samba 4 ist eine von Grund auf neu konzipierte Umsetzung des SMB-Protokolls, die sich nahtlos in Windows-Umgebungen mit Active-Directory-Anschluss integrieren soll. Nach mehreren Jahren Arbeit ist nun die Basisfunktionalität vorhanden. Bartlett nannte den aktuellen Stand eine "funktionale Alpha-Version".

Das Team habe in der letzten Zeit viel getan, damit Entwickler und Anwender leichter am Projekt mitwirken können, unterstrich Bartlett in seinem Vortrag zusammen mit Jelmer Vernooij. So setzt das Buildsystem nun auf klassiches GNU-Make statt auf diverse manuell entwickelte Perl-Skripte. Außerdem kommt an verschiedenen Stellen rund um das Projekt nun verstärkt Python zum Einsatz, da die Produktivität dieser Sprache die Entwickler überzeugt habe.

Unter der Haube habe sich einiges getan, das für den Anwender gar nicht so
einfach erkennbar sei, erklärte Bartlett. Beispielsweise wurde die interne Datenbank LDB aufgeräumt und diverse Strukturen intern stabiler gestaltet. Die Entwickler haben die Integrität von Verzeichniseinträgen verbessert und Metadaten für die Replikation besser aufbereitet.

Auch für den Anwender gibt es Neuerungen: Wer ein LDAP-Backend konfigurieren kann, darf sich auf eine vereinfachte Konfiguration freuen, denn ein Skript stellt die ansonsten aufwändige Steuerungsdatei selbstständig zusammen. Zusätzich lässt sich Samba 4 mit der Microsoft MMC-Konsole steuern und verwalten. Sicherheitsverantwortliche dürften sich darüber freuen, dass der Heimdahl 1.1-Standard und erweiterte ACLs implementiert wurden.

Die beiden Entwickler stellten für Ende 2008 eine erste Beta-Version in Aussicht. Damit dies möglich wird riefen sie dazu auf, den Code insbesondere im Zusammenspiel mit mehreren Windows-Versionen, Samba in Produktionsumgebungen der Version 3 sowie zusammen mit anderen Unix-Derivaten, etwa Solaris und MacOS zu testen und Bugreports einzureichen. Abschließend forderten Bartlett und Vernooij die Anwender auf, dem Team Probleme mitzuteilen, die sie als Showstopper für Produktivumgebungen ansehen.

(Nils Magnus)
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