Open Source im professionellen Einsatz

Sailfish OS 2.1 mit 64-Bit-Support

13.02.2017

Das finnische Unternehmen Jolla hat eine neue Version seines auf Linux basierenden Smartphone-Betriebssystems freigegeben. Sailfish OS 2.1 rüstet vor allem neue Funktionen in einigen Apps nach und bringt Qt 5.6 sowie BlueZ 5 mit.

190

BlueZ 5 liegt allerdings nur bei und ist noch nicht aktiviert, Bluetooth-Geräte bindet weiterhin BlueZ 4 an. Die Entwickler haben zudem damit begonnen, die AArch64-Architektur zu unterstützen. Langfristig soll Sailfish OS damit auf Geräten starten, die einen ARMv8-Prozessor besitzen.

Weitere Neuerungen beschränken sich auf die Apps. So ermöglicht der Browser ein Copy-and-Paste von Text. Die Camera-App vereinfacht unter anderem die Handhabung des Fokus. Anwender dürfen zudem die Schriftgröße in den Display-Einstellungen in drei Stufen vergrößern.

Sailfish OS 2.1 kann zudem ab sofort VPNs aufbauen via OpenVPN, OpenConnect und VPNC. Zukünftige Sailfish-OS-Versionen sollen zudem mit PPTP und L2TP umgehen können. Sämtliche Neuerungen listen die Release-Notes auf.

In einem Blogbeitrag wirft Jolla-Geschäftsführer Sami Pienimäki einen Blick nach vorne. Demnach will das Unternehmen sein Betriebssystem als Open Source veröffentlichen. Das gelte insbesondere für die Apps und die Benutzeroberfläche. Die Vorbesteller des bereits vor über einem Jahr eingestellten Jolla-Tablets müssen sich hingegen noch gedulden: Derzeit ist das Unternehmen noch nicht in der Lage, die noch ausstehenden Rückzahlungen zu leisten (im Rahmen der sogenannten zweiten Runde).

Ähnliche Artikel

  • MWC: Jolla kündigt Sailfish OS 2.0 und Sailfish Secure an

    Der Smartphone- und Tablet-Hersteller Jolla hat beim Mobile World Congress in Barcelona die neue Version 2.0 seines auf Linux basierenden Betriebssystems Sailfish OS angekündigt.

  • Jolla in finanziellen Schwierigkeiten

    In einem offenen Brief an die Community hat Firmenmitbegründer Antti Saarnio die derzeitige finanzielle Lage des finnischen Unternehmens dargelegt. Demnach musste Jolla Insolvenz anmelden und Angestellte entlassen. Die Zukunft der teilweise schon bezahlten Tablet-PCs ist derzeit ungewiss.

  • Jolla bekommt Finanzierung

    Das finnische Startup-Unternehmen Jolla, das ein Linux-basiertes Sailfish OS entwickelt, hat nach Angaben des Mitbegründers Antti Saarnio eine erfolgreiche Finanzierungsrunde absolviert. Vor einigen Wochen noch meldete Jolla akute Geldnöte und entließ weite teile der Belegschaft.

  • Russland will Sailfish OS statt Android und Apple

    Russland will eine Linux-basierte Alternative zu Android und I-OS, um die technologische Abhängigkeit vom Westen zu verringern. Dafür kooperieren die Russen mit Jolla.

  • Jolla veröffentlicht Sailfish-SDK

    Offiziell unterstützt das SDK Ubuntu 12.10 und Fedora 18. Die ersten Smartphones mit dem neuen Betriebssystem sollen in der zweiten Jahreshälfte erscheinen.

comments powered by Disqus

Stellenmarkt

Artikelserien und interessante Workshops aus dem Magazin können Sie hier als Bundle erwerben.