SEP Sesam 3.4 sichert virtuelle Umgebungen
Das deutsche Unternehmen SEP veröffentlicht heute die neueste Version seiner Backup- und Disaster-Recovery-Software SEP Sesam; ein Zusatzmodul ermöglicht die Sicherung von virtualisierten Umgebungen.
Mit dem so genannten Virtual Consolidated Backup (VCB) lassen sich virtuelle Umgebungen inklusive Host-Betriebssystem im laufenden Betrieb sichern. Möglich macht dies ein Zusatzmodul namens SEP Sesam ESX Client. Vorerst gilt dies allerdings nur für die Virtualisierungs-Software des amerikanischen Herstellers Vmware. Über einen Konnektor soll dies zukünftig auch für die freie Virtualisierungssoftware Xen möglich werden, derzeit ist dies laut SEP-Vorstand Georg Moosreiner technisch noch nicht machbar.
Neu ist auch, dass SEP Sesam 3.4 Daten von Platte auf Band duplizieren kann. Als weitere Neuerung nennt der Hersteller ein eigenes Bedienelement in der Managementkonsole für das Software-Modul zum Disaster Recovery. Das Produkt mit Namen SEP Sesam BSR (Bare System Recovery) muss zwar auch separat geordert werden, jedoch kann die Wiederherstellung im Fall des Falles damit über die Administrationsoberfläche von SEP Sesam gestartet werden.
Auch an der Sicherheit haben die SEP-Entwickler gearbeitet: Alle SEP-Sesam-Server können über eine einzige, Java-basierte grafische Oberfläche gleichzeitig administriert werden. Dabei erfolgen die Datenbankzugriffe nur serverseitig. Der Sicherheit zugute kommt, dass nun alle Dienste per Java-Programmierschnittstelle RMI (Remote Method Invocation) mit Hilfe der Java-Klassenbibliothek Cajo bearbeitet werden. Die Entwickler sehen den Vorteil darin, dass nur ein einziger kontrollierter Firewall-Port dafür erforderlich ist, um einen SSH-Tunnel einzurichten. Der Hersteller mit Sitz im oberbayerischen Weyarn weist darauf hin, dass auch die neueste Version SEP Sesam 3.4 bereits vom ERP-Hersteller SAP zertifiziert ist, gültig für die Sicherung von SAP R/3-Anwendungen für die Betriebssysteme Linux 64 Bit, Microsoft Windows 64 Bit und Unix 64 Bit - sowohl in Kombination mit Oracle 10g als auch MaxDB als Datenbank.
SEP Sesam 3.4 ist in den Versionen für Linux und Solaris sofort lieferbar, die Variante für Windows soll Anfang Juni folgen. Eine voll funktionsfähige 30-Tage-Testversion von SEP Sesam 3.4 steht zum Download zur Verfügung. Das Grundmodul zur Sicherung eines Datenstroms von Server zu Client kostet knapp 300 Euro inklusive Mehrwertsteuer, das Bare System Recovery gibt es für 470 Euro und die SEP-Basislizenz für einen ESX-Server mit Unterstützung für bis zu 5 Arbeitsplätzen der VCB kostet 1.130,50 Euro, jeweils inklusive einem Jahr Updates. Für Privatanwender kostenlos gibt es die SEP Sesam Community Edition auf der SEP-Webseite zum Download, die neuen Module sind hierüber allerdings nicht erhältlich. Neu dabei in der kostenlosen Community Edition Version 3.4 sind die SEP-Sesam-Online-Module für die Linux-Groupware-Lösungen von OpenXchange, Scalix und Zarafa.





