Open Source im professionellen Einsatz

Rosa Desktop Fresh R9

21.04.2017

Vier Jahre technischen Support erhält Rosa Desktop Fresh R9, eine russische Linux-Distribution, die das Erbe von Mandriva angetreten ist.

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Wenig überraschend haben die Entwickler zahlreiche Systembibliotheken aktualisiert, darunter die Glibc, Boost, Gcc und Clang. Ein Glibc-Patch soll dabei die Ladezeiten für Dynamic Shared Objects (DSO) deutlich verbessern. Neu an Bord ist mit Ldc ein Compiler für die Programmiersprache D sowie Meson, ein quelloffenes Buildsystem.

Als Kernelversion kommt die 4.9.20 zum Einsatz, wodurch Rosa Desktop Fresh R9 auch auf Intels Skylake-Maschinen läuft. Zugleich wurden einige Probleme mit dem Ruhemodus behoben. Auch Videospiele sollen dank Mesa 17.0.3 mit freien Treibern flüssiger laufen. Die Mesa-Version bringt Support für Open GL 4.5 mit, auch Vulkan unterstützt Rosa neuerdings.

Die proprietären Nvidia-Treiber nutzen Glvnd-Bibliotheken, zudem bieten Entwickler experimentell den AMDGPU-Pro-Treiber in ihren 64-Bit-Repositories an. Zugleich wurden die proprietären Fglrx-Treiber für AMD entfernt, während die Eingabegeräte von X11 die Libinput verwenden. Im Bereich der Anwendersoftware sind ebenfalls ein paar Neuzugänge im RPM-Repository zu verzeichnen. Dazu gehören unter anderem Darktable, Rawtherapee, Krita, Synfigstudio, LMMS, Ardour und Geany. Ffmpeg unterstützt neuerdings Open CL.

Herunterladen lässt sich Rosa Desktop Fresh R9, das offiziell die beiden Desktops KDE 4 und Plasma 5 unterstützt, über den Downloadbereich der Projektwebseite. Die Ankündigung der neuen Version wartet hier.

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