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Roadmap für Rust 1.0

16.09.2014

Rust-Entwickler Niko Matsakis wagt einen Ausblick auf die Version 1.0 und zählt auf, was bis dahin noch zu tun ist. Unter anderem will man einen Paketmanager und einen festen Release-Zyklus einführen.

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Die Betaversion von Rust 1.0 will man laut dem Blogeintrag Ende 2014 veröffentlichen. Ist sie noch zu instabil, will man eventuell eine Extrarunde drehen. Bis dahin wollen die Entwickler eine Liste von Features umsetzen, die der Blogpost zusammen trägt.

Zu den Plänen gehört etwa, Dynamically Sized Types einzuführen. Das ermöglicht es, Mengen einheitlich zu behandeln, auch wenn beim Kompilieren die Größe noch unbekannt ist, etwa bei Arrays. So lassen sich intelligente Zeiger einsetzen, die auf Arrays oder Objekte verweisen.

Auch Closures und Objekttypen möchten die Entwickler vereinheitlichen. Das Trait-System soll Associated Types und Multidispatch verwenden. Das macht es einfacher, fortgeschrittene generische Bibliotheken zu entwickeln beziehungsweise mehrere Types auf einmal abzugleichen. Daneben wollen die Entwickler eine neue Form von Constraints einführen, die Where Clauses heißen und einen flexibleren Umgang mit den Grenzen für Trait-Parameter ermöglichen.

Neben den Detailänderungen soll Version 1.0 auch einen Paketmanager namens Cargo erhalten, um die Bibliotheken zu verteilen. Für die Releases nimmt man sich das Channel-System von Mozilla, Chrome und Ember.js zum Vorbild. Es soll einen Nightly, Beta und Stable Channel geben, alle sechs Wochen werden die Versionen in einen anderen Channel rotiert.

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